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Glücksspielsucht ist eher männlich

Glücksspielsucht ist eher männlichZum Internationalen Männertag am 19. November weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die Risiken von Glücksspielen hin.


Männer nehmen häufiger an Glücksspielen teil als Frauen und setzen dabei auch mehr Geld ein. Auch sind zwei Drittel der Personengruppe, die Probleme mit Glücksspielen haben, Männer. Das zeigen Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Glücksspielverhalten der 16- bis 65-jährigen Bevölkerung in Deutschland. Problematisches Glücksspielverhalten äußert sich zum Beispiel darin, dass die Betroffenen ständig ans Spielen denken müssen, sich von Familie und Freunden zurückziehen und irgendwann auch Schulden machen, um spielen zu können.

2,1 Prozent der Männer, die in den letzten 12 Monaten vor der Befragung mindestens einmal am Glücksspiel teilgenommen haben, leiden unter Glücksspielproblemen bis hin zur Glücksspielsucht. Bei den Frauen liegt diese Quote bei 1,3 Prozent. Dabei ist das Risiko bei Glücksspielern mit Migrationshintergrund oder mit niedrigem Bildungsabschluss beziehungsweise unter arbeitslosen Glücksspielern noch höher: Hier finden sich deutlich mehr problematisch oder süchtig Spielende.

Präventionsangebote verstärken

„Für Männer haben Glücksspiele scheinbar eine größere Faszination als für Frauen. Besorgniserregend ist, dass sich bei den jungen Männern zwischen 18 und 20 Jahren der Anteil derer, die wöchentlich oder häufiger an Geldspielautomaten spielen, seit 2007 mehr als verdreifacht hat und von 5,8 Prozent auf 19,5 Prozent angestiegen ist“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Umso wichtiger ist es für diese Gruppe, Präventionsangebote zu verstärken, denn zielgerichtete Maßnahmen können einer Suchtentstehung vorbeugen.“

Auf der Internetseite der BZgA finden Betroffene und Angehörige ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot mit einem Selbsttest zum eigenen Glücksspielverhalten, einem kostenlosen Online-Ausstiegsprogramm und einer Chat-Sprechstunde.

 

Bild: Uta Herbert  / www.pixelio.de

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