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Österreich: Beratungsstellen verzeichnen ungeheuren Anstieg spielsüchtiger Menschen aus Spielbanken

Dr. Karl Stoss/Generaldirektor der Casinos Austria AGDie Wiener Spielsuchthilfe hat im Artikel „Spielsucht in der Hosentasche“ berichtet, dass seit 2008 53 Prozent mehr Menschen die an Spielautomaten in Spielbanken spielten der Spielsucht erlegen sind. Hierzulande werden die Spielbanken derzeit noch ausnahmslos von Casinos Austria betrieben.


Das Institut Glücksspiel & Abhängigkeit hat den enormen Anstieg Hilfesuchender aus Spielbanken ebenso feststellen müssen und sieht sich nun mit der Frage konfrontiert, ob der zahlreich bemängelte Spielerschutz in den Österreichischen Spielbanken der Casinos Austria AG überhaupt noch existiert? Wir können kiloweise Unterlagen präsentieren in welchen wir den mangelhaften Schutz der Spielgäste protokolliert haben. Einige Fälle haben wir auch an die Spielerschutzstelle des Bundesministeriums für Finanzen (kurz BMF) herangetragen – ohne befriedigendes Ergebnis. Am Landesgericht in Klagenfurt wurde erst kürzlich abermals ein Fall bekannt, bei welchem die Besuchshäufigkeit offensichtlich manipuliert, beziehungsweise nicht erfasst wurde.

Hier wäre die Spielerschutzstelle im BMF unter der Leitung von Dr. Doris Kohl gefordert, aber aus selbiger Richtung wird augenscheinlich duldend darüber hinweg gesehen. Liegt das an den Beteiligungsverhältnissen der Casinos Austria? Die Republik ist über die Münze Österreich mit über 30 Prozent an den privatwirtschaftlichen Casinos Austria beteiligt.

Das Institut Glücksspiel & Abhängigkeit wird in dieser Sache eine parlamentarische Anfrage stellen. Der so hoch gejubelte Spielerschutz in Österreichs Spielbanken ist und bleibt aus unserer Sicht ein Kabarett. 

 

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