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CASAG und WINWIN gegen illegale Standorte

Casino LinzOberösterreich ist seit Jahrzehnten schlechthin DAS Biotop für illegales Glücksspiel. Die saftigen Weiden für illegale Anbieter sind in Oberösterreich durch beständige hohe Kaufkraft und prosperierende Wirtschaft mit wenig Arbeitslosen idealer Nährboden für „Cash in the Tasch“. Die Zahlen sprechen für sich. Spieler-Info.at erhob im Jahr 2011 insgesamt 202 Standorte und 891 illegale, nicht konzessionierte Geldspielgeräte.


Das ist die höchste Dichte von unerlaubten Geldspielgeräten in jenen Bundesländern, in welchen das sogenannte Kleine Glücksspiel verboten war bzw. teilweise noch ist. (Anmerkung: Seit der Glücksspielnovellierung sind in Oberösterreich Spielhallen unter bestimmten eingeschränkten Voraussetzungen erlaubt, die Konzessionsbescheide sind jedoch derzeit noch nicht rechtskräftig.)
Dieser Armada nichtkonzessionierter, illegaler Geldspielgeräte stehen seit jeher jene der legalen, seriösen Anbieter gegenüber. In Oberösterreich handelt es ich hier exklusiv um jene der CASAG/Lotto-Toto Gruppe, welche nachstehende Betriebe führt:
 
Casino LinzCasino Linz – 206 Spielautomaten
Rainerstraße 2-4
4020 Linz

 
WINWIN SchärdingWINWIN Schärding – 60 Video Lottery Terminals
im Hotel Forstinger
Unterer Stadtplatz 3
4780 Schärding

 
WINWIN SteyrWINWIN Steyr – 49 Video Lottery Terminals
Grünmarkt 17
4400 Steyr

 
WINWIN WelsWINWIN Wels – 63 Video Lottery Terminals
Kaiser-Josef-Platz 8
4600 Wels

 
WINWIN VöcklabruckWINWIN Vöcklabruck – 50 Video Lottery Terminals
Stadtplatz 21
4840 Vöcklabruck

 

Zu den illegalen Anbietern kommen noch ein gutes Duzend sogenannter Card-Poker-Casinos, manche davon in Hinterhöfen. Sogar eine Pachinko Halle fristet seit mehr als einem Jahrzehnt ihr Dasein in der Nähe des Linzer CASAG Casinos.

Seit Anfang 2010 kämpft die unabhängige Plattform Spieler-Info.at gegen illegale Anbieter in Oberösterreich.

Waren es 2010 noch etwa 1.500 illegale Geldspielautomaten alleine in Oberösterreich (!) und 2011 immer noch 202 Standorte mit fast 900 illegalen Geldspielautomaten, sind es als Ergebnis dieses jahrelangen Kampfes gegen illegale Anbieter per Ende 2012 „nur“ 112 Standorte mit 400 illegalen Automaten – nebst den seit 1.1.2013 strikt verbotenen Card Casinos und der Pachinko Halle.

„Leitbetriebe“ des illegalen Glücksspiels

Im „fetten“ Glücksspielmarkt in Oberösterreich haben sich seit Jahrzehnten die „Leitbetriebe“ des illegalen Glücksspiels eingenistet. Fein säuberlich trennten sie die sogenannte Erzeugung von Geldspielgeräten vom Betrieb in Spielhallen – nicht nur in Ober- sondern in ganz Österreich.

Mit dieser Trennung zwischen Erzeugung und Betrieb von Spielhallen konnten sie vor Ort den exportorientierten Unternehmer mimen, welcher völlig unbehelligt von Behörden große Mengen Bargeld scheffeln konnte. Obwohl die illegalen Spielhallen und sogenannten „Casinos“, welche ohne Konzession spielen, nicht etwa still und unerkannt in Hinterzimmern von Gasthöfen Spieler anlocken, sondern sichtbar und grell mit Leuchtreklamen an Durchzugsstraßen und bekannten Plätzen präsent sind, waren die Behörden nicht alarmiert bzw. größtenteils untätig.

Die untergriffigen Methoden der illegalen Glücksspielbetreiber

Die illegalen Anbieter pflegen ihre eigene „Firmenkultur“. Der größte Teil dieser Anbieter zählt nicht zu den Bildungsprivilegierten. Ihre charakterliche Einstellung ist auch durch den Umstand geprägt, dass Gesetze und Steuermaßnahmen nur für jene „Dummen“ Gültigkeit haben, welche sich daran halten. Im normalen Leben werden derartige Charaktere durch den Umstand gebremst, dass sie mangels finanziellen Spielraums sich mehr oder minder noch an die landesüblichen Gepflogenheiten halten (müssen).

1000 illegale Geldspielgeräte in Oberösterreich schaufeln  jährlich (!) ca. 100 Millionen Euro (früher knapp 1,3 Milliarden Schilling!) in die Taschen der Anbieter. Diese ungeheure Menge an Bargeld – im wahrsten Sinne des Wortes – lässt den zitierten Charakteren freien Lauf. Nichts kann sie bremsen. Sie halten sich für persönlich „unsterblich“, untertunneln ihre nähere Umgebung ebenso wie zentral arbeitende Behörden mit ihren schier unerschöpflichen Cash-Mitteln. Einige der Zentralleitfiguren des illegalen Glücksspiels umgibt sich mit einer Bodyguard-Truppe, deren einzelne Mitglieder schon mehrmals Kontakt mit der Polizei und dem Strafregister hatten.

Leicht möglicher Steuerbetrug

Durch gefinkelte Computerabrechnungsprogramme gepaart mit elektronischen Tricks wie Fernsteuerung, automatisches Abschalten, vorgetäuschter Stromausfall etc. werden Kontrollen der Behörden massiv erschwert und die wahren Umsätze verheimlicht. Die Steuerersparnis ist den illegalen Anbietern einer der bedeutendsten wirtschaftlichen Faktoren.

Dieser organisierten, konzentrierten,  kriminellen Wirtschaftskraft kann nur auf drei gleichzeitig wirkenden Ebenen begegnet werden.

Der Kampf gegen illegales Glücksspiel – langfristig und schwierig

Die Anbieter wehren sind gegen ihre Marktverkleinerung, welche natürlich mit Umsatz-, Gewinn- und Bedeutungslust einhergeht. Immerhin bringt jeder aufgestellte Automat PRO Monat ca. 7.000,- Euro Einnahmen, somit betrug der Erlös von ca. 1000 Geräten alleine in Oberösterreich im Jahr 2010 – zum Start der „Aktion scharf“ gegen illegale Betreiber – jährlich ca. 84 bis sogar 100 Mio Euro!! (oder ca. 1,3 Milliarden ATS!).

Die Folge: Eine Armada von Rechtsanwälten und anderer Helfer überschütten die Behörden mit Schriftsätzen, Eingaben und Anzeigen sogar gegen Beamte. Das Ziel: Den Schneid abkaufen! So drückt man sich gerne aus und meint damit Einschüchterung, Bedrohung, teilweise sogar Verleumdung mit gefälschten Dokumenten, die ganze Palette illegaler Methoden, welche durch das langsame Sterben der illegalen Anbieter noch verstärkt wird. Natürlich bleiben die Zähesten und somit auch Gefährlichsten am längsten am Markt.

Drei-Säulen-Modell gegen illegales Glücksspiel

Das illegale Automatenglücksspiel hat in Österreich in den sogenannten „Verbots“-Bundesländern (hier ist das „Kleine Glücksspiel seit jeher VERBOTEN) Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland eine besondere, jahrzehntelange Tradition. Die Anbieter illegaler Automatenspiele haben mehrere wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Gewerbetreibenden bzw. Unternehmen aus legalen Branchen, auch gegenüber konzessionierten legalen und seriösen Glücksspielunternehmen: Unkontrollierte, nicht zertifizierte Spielprogramme erlauben das rasche Abzocken der Spieler. Das bringt im Vergleich zu legalen Angeboten erhöhte Gewinne.

Die erste, wichtigste strategische Säule: LEGALES Glücksspiel-Angebot!

Die legalen Anbieter sind die natürlichen Feinde der Illegalen. Wenn das legale Angebot stimmig und marktkonform ist, jedoch besonders auch auf die Bedürfnisse der Konsumenten Rücksicht nimmt, den Spielerschutz als einen der wichtigsten Umsetzungsfaktoren wahr nimmt, so sind die legalen Angebote der Casinos Austria und WINWIN, ebenso wie online win2day.at, das Bollwerk schlechthin gegen die illegalen Anbieter. In Oberösterreich (und ebenfalls im Burgenland, in Kärnten und in Niederösterreich) wurde dieser einzig richtigen Überlegung Rechnung getragen und der Glücksspielnovellierung durch die Vergabe dreier neuer Konzessionen entsprochen. Mit der Ausübung der Konzessionen ist im Jahre 2013, spätestens 2014 zu rechnen, so dass diese neue frische, geografisch als auch stückzahlenmäßig stark beschränkte Geldspielangebot ebenfalls die Illegalen zurückdrängt. In Niederösterreich wird dies von ADMIRAL bereits in einem Dutzend neuen, dem neuen strengen Spielerschutz entsprechenden, Betrieben umgesetzt.

Die zweite Strategie: Finanzpolizei / SOKO Glücksspiel

Gen.Dir. Dr. Karl Stoss Vorsitzender des Vorstandes der Casinos Austria AG und der Österreichischen Lotterien GmbHSeit dem Einschreiten der Finanzpolizei beginnend mit 2011 – gefordert im Übrigen von CASAG Boss Dr. Karl Stoss als einem der ersten (Casinos-Austria-Chef fordert „SOKO Glücksspiel“, 9. November 2009: In Österreich sind geschätzte 18.000 bis 20.000 Spielautomaten in Betrieb, von denen nur rund 8.000 legal sind) – wurden die illegalen Geldspielgeräte durch Razzien und Beschlagnahmen massiv zurückgedrängt. Alleine im Jahr 2012 wurden nach Recherchen von Spieler-Info.at alleine in Oberösterreich über 700 Geräte beschlagnahmt.

Wilfried LEHNER, MLS, Leiter der Stabsstelle Finanzpolizei im BMFÖsterreichweit hat unseren Erhebungen nach die SOKO Glücksspiel alleine im Jahr 2012 mehr als 2.000 illegale Geldspielgeräte beschlagnahmt.

Verschärfte finanzstrafrechtliche Bestimmungen

Seit Jänner gelten verschärfte finanzstrafrechtlichen Bestimmungen, so dass die SOKO Glücksspiel nunmehr auch leichter Betriebsschließungen bei wiederholten Verstößen gegen das Glücksspielgesetz bzw. bei Finanzstrafdelikten umsetzen kann. Neben Betriebsschließungen ist auch die Abschöpfung illegal verdienter Gelder bei Geschäftsführern, Gesellschaftern, aber auch bei Geschäftspartnern an den Standorten, ja sogar bei entsprechend involvierten Mitarbeitern vorgesehen.

Das Bundesministerium für Finanzen hat in einer parlamentarischen Anfrage vor einigen Monaten angegeben, dass alleine im letzten Jahr ca. 130 Millionen Euro an Gebühren- und Steuernachzahlungen nebst Strafen verhängt wurden. Diese Ziffer ist keine endgültige, es ist zu erwarten, dass österreichweit ein Mehrfaches an steuerlichen Nachforderungen und Steuerstrafen (Staatsanwaltschaft) folgen wird.

Die Beamten der Finanzpolizei bzw. der SOKO Glücksspiel haben es nicht leicht. Davon können Wilfried Lehner, der Leiter der Finanzpolizei, und mehrere leitende Beamte ein Klagelied singen. Illegale Anbieter haben sie mit mehreren Anzeigen verleumdet, machen sich innerhalb des „Verbandes der Illegalen“ in Rundschreiben lustig über die Finanzpolizei und verbreiten Unwahrheiten. Wer gegen das illegale Glücksspiel kämpft, braucht nicht nur umfangreiches, tiefes Fachwissen, sondern auch Ausdauer und eine dicke Haut. Keine andere Branche ist derartig untergriffig, unverfroren und unverschämt wie jene der illegalen Anbieter. Jahrzehntelang wurden sie durch leicht sprudelnde Geldquellen verwöhnt und maßen sich Dinge an, die keinem normalsterblichen Gewerbetreibenden einfallen würden.

Die dritte strategische Säule ist Spieler-Info.at

Akribisch werden österreichweit alle Verstöße gegen das Glücksspielgesetz registriert, online gestellt und es werden durch profilierte Rechtsanwälte hunderte von Strafanzeigen an die zuständigen Behörden eingebracht. Spieler-Info.at verfügt gemeinsam mit ihren Anwälten über das dichteste und tiefgreifendste Archiv über das illegale Glücksspiel in Österreich und verfasste dazu unter anderem auch ein Weißbuch über Glücksspiel in Österreich. So ziemlich alle Namen von Personen, welche in dem illegalen Glücksspiel verhaftet sind bzw. in Berührung gekommen sind, sind in diesem Archiv gespeichert. Bald 1.000 Exemplare des Weißbuches wurden von österreichischen und deutschen Behörden angefordert und haben damit bei den Behörden auch ein Bewusstsein über das komplizierte Geflecht und die wahrlich komplizierte Gesetzeslage geschaffen.

Das Zusammenwirken dieser drei Säulen, insbesondere aber auch das Eliminieren illegaler Geldspielangebote durch legale Anbieter wie die CASAG / Lotto-Toto Gruppe und den Novomatic Konzern schaffen für die Spieler und auch die öffentliche Hand langfristig Sicherheit und Ruhe am Markt.

Bundesländer, welche die Glücksspielnovellierung nicht umsetzen, werden allerdings in Zukunft das Eldorado für die illegalen Anbieter. Ohne legale „Nützlinge“ werden die Schädlinge am Glücksspielmarkt sehr rasch wieder an Boden gewinnen.

Gegenüberstellung Oberösterreich

Nach erfolgten, anonymen Checks der Spielerschutzmaßnahmen in einzelnen den Automaten-Spielstätten  in Oberösterreich, darf nachstehend der Versuch unternommen werden, die getroffenen Spielerschutzmaßnahmen gegenüberzustellen.

 

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