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STEIERMARK: Besorgniserregende Situation des legalen Kleinen Glücksspiels

STEIERMARK: Besorgniserregende Situation des legalen Kleinen GlücksspielsDie Steiermark ist eines der österreichischen Zentren des illegalen Glückspiels. Von mehreren dort ansässigen Firmen-Gruppen wird aus der Steiermark illegal, insbesondere in den bisherigen Verbots-Ländern Burgenland, OÖ, in den verbleibenden Verbots-Ländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg mit mehreren tausend (!) illegalen Geldspielgeräten gespielt.


Der Trick der Betreiber, welche auch zumeist selbst Erzeuger dieser illegalen Geräte sind, ist u.a. die Online-Zuspielung der Programme von einem Server, mit der Aufschrift am Automaten „ … dieses Spiel findet in der Steiermark statt“.

Zumeist trennen die illegalen Bertreiber den Erzeugungsbetrieb von der Aufstellung und dem Großhandel und spielen in ihrer Heimat-Gemeinde den „Exporteur“.

Die Abnehmer sind eigene Firmen-Gruppen mit Strohmännern, teilweise in Österreich, teilweise in der Tschechei, in der Slowakei oder in Ungarn bzw. in Serbien usw. stationiert.

Die Erzeuger oder „Großhändler“ (alle natürlich mit „anderen“ Inhabern und Geschäftsführern“) trennen die Automaten-Hard-Ware von der Software und behaupten, dass sie miteinander nichts zu tun haben.

Sozusagen das Auto mit getrennten Lieferanten: einer liefert die Karosserie, der andere die Elektronik und den Motor. Und die Behörden und die Konsumenten sollen das glauben.

Mehrere große Coups der Automatenlobby

In der Steiermark stehen mehr als 2.000 (!) legale Geldspielgeräte. Weshalb so viele? Ganz einfach: der Automatenlobby sind mehrere große Coups gelungen:

– Die monatliche Gebühr pro Geldspielautomat ist so gering, dass sie kaum spürbar ist, nur wenige hundert Euro. (Bei Einspielergebnissen von durchschnittlich 5.000 Euro pro Gerät und Monat).

– Die Konzessionen werden massenhaft vergeben

– Es sind Spielhallen ohne besonders schwierige Auflagen erlaubt

– Es gibt de facto keinen Spielerschutz

– Es gibt de facto keinen Jugendschutz, der nennenswert überprüft wird.

Und: Es ist dem „Pickerl-Betrug“ Tür und Tor geöffnet.

Das funktioniert so: JEDER Automat bekommt mit seiner Anmeldung ein Pickerl vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung. Dieses Pickerl gilt bis zu 5 (!) Jahre. Bei Abmelden des Gerätes müsste das Pickerl retourniert werden.

Leider ist dies aber oft nicht möglich, weil „auf der Scheibe verklebt oder zerstört“. Somit hat der Aufsteller ein Pickerl, kann den Automaten abmelden und dann dieses Pickerl auf einen anderen beliebigen Automaten – zum Beispiel an einem Ort, wo es eine Sperre für Automaten gäbe (bei Schulen, etc.) – ohne Probleme anbringen und damit eine legale Konzession vortäuschen.

Die ebenfalls vorgeschriebene Pflicht, die Konzession auszuhängen, wird nicht kontrolliert.

Der Großteil der Anbieter arbeitet völlig legal und korrekt. Die trickreiche Minderheit schadet den korrekten und seriösen Betreibern von Geldspielgeräten. Die Landesregierung sollte mit Offenheit und Kontrolle die serösen Anbieter und die Konsumenten und Spieler schützen!

Werden mit Hilfe des „Pickerls“ Abgaben hinterzogen?

Damit machen die Aufsteller den Behörden eine Kontrolle unmöglich. Jeder Automat hat ein „korrektes“ Pickerl … obwohl das ursprüngliche Gerät schon lange abgemeldet wurde … und damit muss nicht einmal die geringe monatliche Abgabe an die Landesregierung bezahlt werden!!

Landesregierung weigert sich, Konzessionen und Standorte öffentlich bekannt zu geben

Die Landesregierung und die zuständigen Stellen weigern sich beharrlich, die Liste der legalen Konzessionen öffentlich zugängig zu machen. „Datenschutz“ heißt die Ausrede, obwohl eine Konzession etwas „Öffentliches“ ist – sonst bräuchte sie nicht ausgestellt zu werden.

Sogar diesen Zugang hat die Automatenlobby zubetoniert. Bis jetzt.

Der steiermärkische Pickerl-Unfug kann sofort und ohne große Kosten abgestellt werden

Die Landesregierung wäre gut beraten, ALLE bisherigen Pickerl zum nächstmöglichen Monatsende für verfallen zu erklären und z.B. ab dem darauffolgenden Monat ein NEUES Pickerl an die wirklich LEGAL betriebenen Geräte zu vergeben.

Da würden die Behörden über die starke Reduktion der Geräte und die kontrollierbaren Abgaben staunen … das würde viel Geld hereinbringen!

„Illegales Glückspiel“ ist nur ein Schutz-Thema

Übrigens: das Thema „illegales Glücksspiel“ ist in Wahrheit nur ein „Schutz-Thema“ für die Betreiber illegaler Geräte. Das Hauptthema der Illegalen heißt „Steuern und Abgaben“.

Das weiß inzwischen die SOKO Glücksspiel auch – die Nachforderungen, teilweise in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe, wurden bereits mehrfach von der Finanzpolizei eingefordert.

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