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Salzburg: unsachliche Diskussion über sogenanntes „Kleines Glücksspiel“

Salzburg, Bild © via Wikimedia Commons / Bild © Andreas Griessner via Wikimedia Commons

In Salzburg melden sich zur möglichen Einführung des Kleinen Glücksspiels politische Akteure zu Wort.

Bitte lesen Sie nachstehend die  Presseerklärung der Salzburger Grünen.

Spieler-Info hat jahrzehntelange Erfahrung mit Spielerschutz und österreichweitem Kampf gegen illegales Automaten- und Online-Glücksspiel.

Ohne jeden Zweifel muss das Thema Glücksspiel und bedauerlicherweise damit auch zusammenhängend Spielsucht mit großer Sensibilität und Sachkenntnis beurteilt und auch gesetzlich mit dem richtigen Augenmaß und unter Einbeziehung aller ordnungspolitischen Notwendigkeiten beurteilt werden.

Zweifelsfrei, nachweislich und nachvollziehbar benötigt jeder Staat, jedes Land sorgfältig dosierte ordnungspolitische Maßnahmen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu legalem Glücksspiel zu geben, andererseits keine nennenswerten Anreize zu erhöhtem Glücksspielkonsum zu eröffnen.

Die österreichischen Bundesländer NÖ, Steiermark, Kärnten, Burgenland und OÖ haben diese Erkenntnisse in sehr strenge Gesetze gekleidet, bei denen der Spielerschutz oberste Priorität hat, andererseits die Bevölkerung die Möglichkeit hat, in streng kontrollierten Betriebsstätten kontrollierte, maßvoll limitierte Spielangebote vorzufinden, welche auch – besonders wichtig – vor Betrug und Abzocke durch Glücksspiel schützen.

Dem österreichischen Gesetzgeber und auch den Landesgesetzgebungen kann aus langjähriger Erfahrung bestätigt werden, dass alle in Zusammenhang mit Automatenglücksspiel erstellten Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen fast schon überschießend extrem streng angesetzt sind.

Unabhängig von diesen Maßnahmen zugunsten des Spielerschutzes verdient der österreichische Fiskus mit mehr als 50 % der Einnahmen (nicht der Gewinne) einen sehr bedeutenden Steuerbetrag, welcher andererseits – und das sollte nicht unerwähnt bleiben – die meisten Betreiber an der Kante zur Rentabilität arbeiten lässt.

Spieler-Info würde deshalb nicht überrascht sein, wenn sich die Bewerbungen für eine Konzession der sogenannten „Landesausspielungen“ in Salzburg („Kleines Glücksspiel“) sehr in Grenzen halten.

Die Fakten – und besonders beim emotionalen Thema Glücksspiel sollte nicht die Ideologie, sondern eben nur die Fakten zählen – sind aktuell nachweislich die Argumentation bestätigend, dass die Kanalisation zum legalen Glücksspiel dem Großteil der illegalen Anbieter den Betrieb von illegalem Glücksspiel unmöglich macht, weil die Konsumenten von sich aus zur geschützten, kontrollierten Spielatmosphäre tendieren.

Dazu einige jederzeit nachvollziehbare Fakten aus der ereignisreichen Welt des Kampfes gegen illegales Glücksspiel in Österreich:

Spieler-Info recherchiert in zeitlich engen Abständen in ganz Österreich die großteils bekannten ehemaligen Standorte des illegalen Automatenglücksspiels als auch nach möglichen neuen derartigen Standorten. In den Ländern mit legalem Automatenglücksspielangebot zeigen sich folgende illegalen Angebote:

Niederösterreich            keine Standorte

Oberösterreich                5 Standorte

Burgenland                      keine Standorte

Steiermark                       keine Standorte

Kärnten                            keine Standorte

Diese wirklich geringfügigen Standorte werden von Spieler-Info in Bezug auf verantwortliche Betreiber und Hintermänner recherchiert und der Finanzpolizei und den zuständigen Behörden bei Bezirkshauptmannschaften und Polizeidirektionen zur Anzeige gebracht.

Die in der oben zitierten Aussendung genannten Ziffern sind nachweislich nicht richtig.

In den sogenannten Verbotsländern wie Salzburg sind trotz permanenten Anzeigen immer wieder die mehr oder minder sattsam bekannten Betreiber von illegalem Automatenglücksspiel im Einsatz, sie lassen sich auch mit fast monatlichen Razzien nur sehr schwer von ihren unzähligen illegalen Angeboten abbringen. Bitte sehen Sie dazu die letzten medialen Berichte über Razzien in Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

In Salzburg ist die Situation besonders explosiv, weil ausländische, aus Fernost stammende, gewaltbereite Gruppen, welche in den vergangenen Jahren in Wien mit illegalem Glücksspiel tätig waren und dort vertrieben wurden, sich nunmehr in Salzburg ausgebreitet haben und Revierkämpfe liefern.

Diese Fakten lassen mit einer verantwortlichen, den wahren und nicht vermeidbaren Gegebenheiten entsprechenden Maßnahme nur die kontrollierte Legalisierung zur Einschränkung des illegalen Glücksspiels zu.

Es geht nicht um Ideologie, es geht um Schicksale und es geht um ordnungspolitisch richtige Maßnahmen.

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