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Illegales Glücksspiel in den USA: Einsätze von jährlich über 500 Mrd. USD

Bild © Bishnu Sarangi auf Pixabay / Bild © Isa KARAKUS auf Pixabay

In den USA floriert das Glücksspiel. Doch neben den allmonatlich neuen Umsatzrekorden der lizenzierten terrestrischen und Online-Betreiber boomt auch illegales Glücksspiel. Am Mittwoch teilte der US-Glücksspielverband American Gaming Association (AGA) mit, dass Spieler auf dem US-Schwarzmarkt pro Jahr über 500 Mrd. USD setzen.

Die AGA erklärte in einer Pressemitteilung zum nicht regulierten Spiel, dass dessen Betreiber jährliche Spielerträge von 511 Mrd. USD erwirtschafteten. Illegales Glücksspiel sei für die Anbieter höchst lukrativ. So beschere es ihnen jährliche Gewinne von über 44 Mrd. USD. Dem Staat hingegen entgingen Steuereinnahmen von 13,3 Mrd. USD.

Illegale Online-Slots größte Umsatzbringer

Auf illegales Glücksspiel in Online-Casinos entfalle dem Verband zufolge der Löwenanteil der Erträge. Demnach kämen die unlizenzierten Anbieter von Online-Slots und -Tischspielen in den USA auf Bruttospielerträge von 337,9 Mrd. USD.

Nach Angaben der AGA sind Sportwetten ein weiterer Schwerpunkt des illegalen Glücksspiels im Land. Trotz der immer größeren Verbreitung von legalen Sportwetten-Angeboten hätten bei jüngsten Umfragen rund 50 % der Wettfans angegeben, ihre Tipps teilweise oder ganz bei unlizenzierten Buchmachern zu platzieren. Dies sorge bei den Betreibern für Einsätze in Höhe von jährlich 63,8 Mrd. USD und Gewinne von 3,8 Mrd. USD. Laut Glücksspielverband sei einem Großteil der Spieler dabei gar nicht bewusst, Kunde eines illegalen Anbieters zu sein. So hätten 55 % von ihnen geglaubt, dass ihr illegaler Buchmacher tatsächlich über eine Glücksspiellizenz verfüge.

Mit Einnahmen von 13,5 Mrd. USD sei der illegale Online-Markt fast dreimal so groß wie das legale Glücksspiel-Geschäft im Web. Dieses komme nur auf rund 5 Mrd. USD. Hauptgrund dafür sei, dass im vergangenen Jahr lediglich sechs Bundesstaaten der USA das Online-Glücksspiel erlaubt hätten. Deshalb wichen vielen Spieler auf unlizenzierte Betreiber aus.

Gute Geschäfte mit unilizenzierten Spielautomaten

Illegal in den USA aufgestellte Spielautomaten seien ebenfalls ein großer Umsatzbringer für Kriminelle. Mit diesen würden laut AGA 109,2 Mrd. eingenommen, was den Betreibern Erträge von 8,7 Mrd. USD ermögliche.

Im Vergleich zu legalen Spielautomaten zeichneten sich ihre verbotenen Pendants durch deutlich höhere Gewinne für die Betreiber aus. Während mit regulierten Geräten gut 7 % beim Anbieter verblieben, seien es bei unregulierten Slots über 25 %.

Wie groß die Gefahr bei den nicht lizenzierten Spielautomaten sei, zeige die Anzahl der aufgestellten Geräte. Nach Zählung der AGA hätten den 870.000 regulierten Spielautomaten in den USA schätzungsweise über 580.000 illegale Slots gegenübergestanden.

Die Analyse der AGA zeigt zudem, dass die illegalen Spielautomaten über das Land hinweg nicht gleich verteilt sind. So seien im gesamten Westen und mittleren Westen der USA knapp 200.000 Geräte aufgestellt. In den US-Südstaaten allein seien es hingegen über 260.000 Automaten. Auch auf den geografisch kleinen Nordosten seien mit mehr als 120.000 Spielautomaten überdurchschnittlich viele der Slots entfallen.

Illegales Glücksspiel vs. Spielerschutz

Das illegale Glücksspiel bringe nach Ansicht der AGA eine große Gefahr für die Spieler mit sich. Im Gegensatz zu regulierten Anbietern täten die Kriminellen nichts, um den Spielerschutz zu stärken.

So gebe es keine Schutzvorrichtungen für anfällige Spieler, mit denen diese ihr Spielverhalten einschränken könnten. Hinzukomme, dass ihre finanziellen Einlagen durch keinerlei Garantien gesichert seien.

AGA-CEO Bill Miller erklärte:

„Illegales und unreguliertes Glücksspiel ist eine Geißel unserer Gesellschaft, die schutzbedürftige Verbraucher ausnutzt, regulatorische Verpflichtungen umgeht und den Gemeinden wichtige Steuereinnahmen für Infrastruktur, Bildung und mehr entzieht. (…) Wir haben schon immer gewusst, dass der illegale und unregulierte Markt weit verbreitet ist, aber dieser Bericht zeigt, wie weit verbreitet er ist.“

Neben den gefährdeten Spielern gehöre der Staat zu den größten Verlierern des Schwarzmarkts. Die dort getätigten Einsätze sorgten dafür, dass ihm jährlich ein zweistelliger Milliardenbetrag an Steuereinnahmen entgehe.

Der Glücksspielverband rief die Ermittlungsbehörden in den USA dazu auf, illegales Glücksspiel offensiv zu bekämpfen. Es handle sich dabei um eine langfristige Kampagne. Bei dieser müssten alle Beteiligten zusammenarbeiten, um Spieler, Staat und lizenzierte Glücksspiel-Unternehmen wirksam vor dem Schwarzmarkt zu schützen.

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