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ÖSTERREICH / Ex-Rapidler soll Novomatic erpresst haben

Der Justizpalast in Wien, Sitz des Oberlandesgerichts. Foto © Gugerell/Wikipedia

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen Peter Barthold wegen Erpressungsverdacht.

Wien. Neue Wendung im Streit zwischen dem Glücksspielkonzern Novomatic und Ex-Rapid-Goalie Peter

Barthold (64): Jetzt ermittelt die Justiz gegen den Ex-Kicker wegen Verdacht auf schweren Prozessbetrug und schwere Erpressung.

Der Hintergrund: Barthold hatte Novomatic im Jahr 2016 geklagt, weil ihm das Unternehmen angeblich Geld schuldete. Diesen Prozess hat er im September 2017 rechtskräftig verloren. Dort von ihm getätigte Behauptungen und angeblich fälschliche Beweismittel stehen jetzt wieder im Fokus.

Drohung. Außerdem hat Barthold einen Erpressungsvorwurf am Hals: Brancheninsider Gert Schmidt hatte mit seiner Firma spieler-info.at Ende 2016 Anzeige gegen Barthold eingebracht. Schmidt war bei Recherchen über illegales Glücksspiel auf Barthold gestoßen und hatte herausgefunden, dass der Ex-Fußballer, früher selbst im Glücksspielbereich tätig, offenbar den Plan fasste, Novomatic zu erpressen: Er habe Verantwortliche des Unternehmens zur Zahlung von 25 Mio. Euro zu nötigen versucht – andernfalls werde er eine kreditschädigende Medienkampagne starten und Behauptungen über illegale Zahlungen an Ex-Politiker Peter Westenthaler verbreiten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Barthold. Der Ex-Rapidler, für den die Unschuldsvermutung gilt, weist die Vorwürfe zurück: Er freue sich auf einen allfälligen Prozess, sagt er zu ÖSTERREICH.

Weitere Berichte über Peter Barthold auf spieler-info.at:

Quelle:

  • ÖSTERREICH, Print Ausgabe vom 18. Jänner 2019

NACHTRÄGLICHE MITTEILUNG
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat das zunächst gegen Peter Barthold wegen des Verdachts, er habe an der Novomatic eine schwere Erpressung versucht, geführte strafrechtliche Ermittlungsverfahren am 14. Oktober 2019 eingestellt, weil kein Vorsatz auf unrechtmäßige Bereicherung nachweisbar sei.

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