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Singapur: 157 Festnahmen bei großer Glücksspiel-Razzia

Singapur / Bild © CC0 Creative Commons, Pixabay (Ausschnitt)

In Singapur ist die Polizei im Rahmen einer groß angelegten Razzia gegen das illegale Glücksspiel vorgegangen. Bei der bis zum 30. August dauernden Aktion sind nach Angaben der Behörden 157 Personen festgenommen worden.

Demnach seien bei der Razzia Dutzende Polizeibeamte im Einsatz gewesen. Sie seien von Beamten der Drogenbekämpfung sowie der Einwanderungsbehörde unterstützt worden.

Polizeikommandant Devrajan Bala betonte den langfristigen Charakter der Aktion:

Diese gemeinsame Operation (…) ist eine fortlaufende Maßnahme, um kriminelle Aktivitäten einzudämmen. Die Polizei wird weiterhin eng mit anderen Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um strenge Durchsetzungsmaßnahmen gegen diejenigen zu ergreifen, die an kriminellen Aktivitäten beteiligt sind.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, befänden sich unter den Verhafteten im Alter zwischen 16 und 81 Jahren 128 Männer sowie 29 Frauen. Dabei handele es sich sowohl um Organisatoren wie auch Teilnehmer am illegalen Glücksspiel, das über weite Teile des Stadtstaates verteilt gewesen sei.

Illegale Wetten in der Öffentlichkeit

So berichtet Singapurs Tageszeitung The Straits Times, dass unter anderem ein Café im Stadtteil Jurong West nahe der Grenze zu Malaysia durchsucht worden sei. Allein dort seien 13 Verdächtige in Haft genommen worden.

Die Männer und Frauen im Alter zwischen 53 und 72 Jahren hätten sich in dem Etablissement aufgehalten und dort in aller Öffentlichkeit verbotene Wettgeschäfte abgewickelt. Vor Ort hätten die Beamten neben Wettscheinen und Zeitungen mit Wetttipps eine große Menge Bargeld sichergestellt.

Obwohl in Singapur mit dem Marina Bay Sands eines der größten Casino-Resorts Asiens beheimatet ist, ist das organisierte Glücksspiel für die einheimische Bevölkerung größtenteils illegal. Ausnahmen bilden Lotterien und ausgewählte Wettangebote sowie das Glücksspiel ohne Echtgeld-Einsatz.

Auch in anderen Bezirken sei die Polizeioperation erfolgreich verlaufen. So seien unter anderem 21 Personen in weiteren Geschäften festgenommen worden. Der Vorwurf gegen die bis zu 81 Jahre alten Verdächtigen laute ebenfalls auf öffentliches illegales Glücksspiel.

Darüber hinaus sei es den Ermittlern gelungen, 28 Männer und Frauen in Haft zu nehmen, denen illegale Wettgeschäfte und Verstöße gegen die Finanzgesetze Singapurs vorgeworfen werden. Weiteren 53 Menschen werde zudem illegale Kreditvergabe und Wucher zur Last gelegt.

Derzeit liefen die Untersuchungen gegen die Festgenommenen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen hohe Geld- und Haftstrafen.

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