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Grenzgänger: Casino-Tourismus in der Slowakei

© Bilder von tourque und Kaufdex / Pixabay (Ausschnitte)

Donnerstag, kurz vor 20 Uhr. In der slowakischen Kleinstadt Samorin, unweit von Bratislava, sind die Gehsteige hochgeklappt. In der 13.000-Einwohner-Gemeinde ist kaum eine Menschenseele auf der tristen Hauptstraße zu sehen. Die Musik in Samorin spielt am Ortsrand, im Card Casino, dem größten Casino der Slowakei. Durch seine riesige gelb-lila Leuchtschrift ist es bereits von Weitem zu sehen. Der Parkplatz vor dem Casino ist um die Uhrzeit bereits gut gefüllt. Mehr als 300 Autos parken davor, darunter auch Luxuskarossen wie Porsche Panameras oder Range Rovers. Bei genauem Hinsehen entdeckt man da­runter auch etliche Autos mit österreichischem Kennzeichen, vorwiegend aus Wien oder aus Niederösterreich.

Beim Check-in wird jeder Gast registriert und fotografiert, bevor er im dreistöckigen, weitläufigen Casino von einer süßlichen Duftwolke eingehüllt wird. Die Einrichtung funkelt in billigem Gold. Las Vegas lässt grüßen. Heute findet im Card Casino ein sogenanntes High-Roller-Pokerturnier statt, sprich mit hohem Einsatz und noch viel höherem Preispool (100.000 Euro). Deswegen herrscht vor allem an den 57 Pokertischen im zweiten Stock des Casinos aufgeregtes Treiben. Ansonsten verteilen sich die rund 500 Gäste gut im riesigen Casino. Immer wieder hört man von den Spielern auch deutsche Wortfetzen.

Aber warum fahren Österreicher extra in die Slowakei, um zu spielen? In den letzten zehn Jahren sind im grenznahen Gebiet zu Österreich die Casinos nur so aus dem Boden geschossen. 67 befinden sich etwa 100 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt, alleine 26 davon liegen praktisch direkt dahinter. Die meisten davon in Tschechien und der Slowakei, also nicht viel weiter als ein oder zwei Autostunden von Wien entfernt. Auch Samorin hat erst 2024 aufgesperrt. Dem gegenüber befinden sich im Osten Österreichs lediglich zwei Spielbanken, in Wien und in Baden. „Das nächste österreichische Casino ist für mich in Baden, fast eine Stunde Fahrt. Samorin erreiche ich in 25 Minuten“, erklärt Thomas aus Eisenstadt, der sein Tablett gerade am Gratisbuffet volllädt.

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