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PROFIL / Das „Phantom“ vor Gericht

© Bild justiz.gv.at / © Bilder von Clker-Free-Vector-Images und Sang Hyun Cho / Pixabay (Ausschnitte)

Er soll jahrelang die Fäden einer ILLEGALEN GLÜCKSSPIEL-CLIQUE gezogen haben – schien aber offiziell nirgendwo auf. Jetzt klagt die Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft den mutmaßlichen Schattenboss an.

Als eine Frau an einem Dienstag im November 2019 zur Oberbankfiliale in der Welser Ringstraße ging, war das der Anfang vom Ende der Personalleasingfirma MPR GmbH. Ihr Auftrag: Sie sollte 100.000 Euro vom Konto in bar beheben, weil sie als Einzige zeichnungsberechtigt war.

Nach Ansicht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwalt (WKStA) wurde das Geld über einen Mittelsmann zum „Big Boss“ gebracht, dem heute 68-jährigen Oberösterreicher M. aus dem Raum Wels, der über ein Jahrzehnt lang eine illegale Glücksspiel-Clique gesteuert haben soll. Zeugen nannten ihn das „Phantom“, weil er sich geschickt im Hintergrund hielt und in beteiligten Firmen wie der MPR keinerlei Funktionen hatte. Bei einer Hausdurchsuchung zwei Jahre später fanden Ermittler am Anwesen von M. exakt diese Summe: 100.000 Euro, versteckt in einem Waffensafe.

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