Online Glücksspiel


Kampf der (Ro-) Bots bei Online-Poker

Online-Gaming
(Foto: Patryk Galka / iStockphoto)

Es ist schwer genug für Online-Casinos das Vertrauen der Spieler zu gewinnen und noch viel schwerer es zu erhalten. Mit entsprechenden Gutachten und zertifizierter Software glaubten die Betreiber der Internetspiele die Zweifel beseitigen zu können.

Der wichtigste Punkt ist der Zufallsgenerator (Random Generator), der letztendlich den Faktor Zufall in Richtung Perfektion treiben sollte. Daneben ist jedoch auch noch der Faktor "korrekte Karten" oder vorgegebene Möglichkeiten bestimmend. Im Casino (Land based) müssen die 52 Karten pro Deck korrekt sein, das heißt vom As bis zum Zweier in 4 Farben (13x4 Karten). Nimmt man nur eine Karte heraus oder tauscht sie gegen eine andere, wird unfair in das Spiel eingegriffen.

Schwieriger wird es in Online-Casinos. Da muss man den Beteuerungen der Betreiber Glauben schenken, dass alles korrekt abläuft, was in vielen Fällen auch der Fall sein wird.

Dem Mystery Gambler ist vor einigen Jahren bei Online-Poker das Vertrauen in die Fairness des Spiels abhanden gekommen. Der Einsatz von perfekt spielenden Robots (sogenannten Bots) war absehbar.

Jetzt sind derartige Programme im Internet für jeden verfügbar. Mit einem Einsatz von 0,25 € pro Spiel werden 12 € pro Stunde Gewinn erzielt! Der PC spielt automatisiert 24 Stunden und gewinnt 288 € pro Tag. Wenn ich 5 PCs einsetze...

Absehbar, dass sehr bald nur mehr Bots gegeneinander spielen werden. Langfristig werden alle fairen Spieler draufkommen und bemerken, dass sie das Futter für Bots sind, die je nach Programm mehr oder weniger perfekte Entscheidungen treffen. Auf alle Fälle sind die Bots mit keinerlei Gefühlen ausgestattet und sogar mittels "künstlicher Intelligenz" (Artficial Intelligence - AI) lernfähig.

Diese Bots sind für die Betreiber der Online-Poker Casinos zum Problem geworden, die nun wieder mit besonderen Programmen bekämpft und beseitigt werden müssen. Wenn dies nicht gelingen sollte ist ein Ende des (fairen) Online Spieles in die Nähe des Möglichen gerückt.

Quellen:


Boom-Markt Online-Gaming

Online-Gaming ist - genau wie in anderen Ländern auch - in Österreich ein Boom-Markt. Treiber dahinter sind vor allem die Abwanderung der Spieler vom klassischen (Lebend-)Glücksspiel in den Spielbanken hin zum Online- Gaming sowie die steigende Internet-Penetration. Online-Glücksspiele sprechen dieselben Bedürfnisse (Unterhaltung, Geldgewinn) an und sind durch die rasche Verbreitung des Internets immer leichter zugänglich. Insgesamt werden im Jahr 2008 rund € 1,8 Mrd. an Spieleinsätzen im Online-Gaming geleistet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einer massiven Steigerung von +20,0%. Im Vergleich zu 2007 bedeutet das sogar ein etwas stärkeres Wachstum, das vor allem auf die gute Entwicklung des Konzessionärs zurückzuführen ist.

 

Einziger lizenzierter Anbieter sind die Österreichischen Lotterien mit ihrer Internet-Plattform win2day. Anders jedoch als bei den Lotterie-Glücksspielen und bei den Spielbanken ist eine effiziente Kontrolle der Einhaltung des Monopols im Online-Geschäft kaum möglich. Eine Homepage aus Gibraltar kann auch aus Österreich angewählt werden. Dass sich der heimische Spieler bei Glücksspielen im Ausland strafbar macht, ist wenig bekannt und dazu kaum abschreckend. win2day ist daher trotz Monopols faktisch einer internationalen Konkurrenz ausgesetzt.


Die Gefahren - Geldwäsche und (Ro-) Bots

Das gefährliche am internationalen Online-Poker: Poker Spiel eignet sich auch zur Geldwäsche. So könnte beispielsweise ein Spieler aus Pakistan seinem Kontrahenten in England absichtlich einen Gewinn gestatten, so dass der gewonnene Betrag auch mit kleinen Geldbeträgen - quasi in Echtzeit der Kreditkarte des Gewinners gutgeschrieben wird.

 

Online-Gaming
(Foto: Yanik Chauvin / iStockphoto)

Es gibt eine weitere für die Spieler extrem nachteilige Gefahr beim Online Poker: Die Bots. Am virtuellen Spieltisch werden virtuell Spieler vom Betreiber eingesetzt welche mit virtuellen Geld des Online Betriebes spielen verständlicherweise ist jeder Spieler mit seinem persönlichen Geld vorsichtig, der Bot hat risikolos unbeschränkte Mittel; Damit kann der Bot den Echtspieler zum aufgeben zwingen und den Gewinn einstreifen. Diese Bots werden in gehäufter Zahl eingesetzt. Nicht nur diese sind eine Gefahr für den echten Pokerspieler, welcher sein persönliches Geld riskiert. Auch sogenannte Übungsspieler, welche von den Online Anbietern angeworben werden und gratis spielen dürfen, bergen ähnliche Gefahren.

Großer internationaler Betrug bei Online Poker?

Bereits am 17.07.2006 berichtete der Spiegel über virtuelle Besonderheiten des Online Pokerspieles. Spieler-Info.at ersucht Online Pokerspieler um ihre Erfahrungen mit virtuellen Spielern, sogenannten (Ro-) Bots.

Dazu gibt es zahlreiche offene wichtige Fragen:
Wird der echte Pokerspieler über sein virtuelles Gegenüber informiert oder wird er getäuscht?
Das Spielverhalten eines virtuellen Pokerspielers ist natürlich völlig konträr zu jenem, der mit seinem eigenen, echten Geld spielt. Man muss nicht lange raten, wer in solch einem Fall der Dumme am Tisch ist.

Weitere offene Fragen:
WER kassiert den abgezockten Gewinn? Die Online-Poker Betreiberfirma im Steuerparadies oder gibt es eigene Konten, natürlich auch steueroptimiert, für diese virtuellen Abzockgewinne?

Das wäre besonders kreativ, denn damit würden Gewinne der virtuellen Spieler als "Spielverluste" bilanzerfolgsmindernd ausgewiesen. Das würde z.B. erklären, weshalb manche Online-Poker Anbieter öffentlich bis zu 40% des Umsatzes an Gewinn ausweisen, andere wiederum nur Verluste.

Sind virtuelle Pokerspieler ein Betrug am echten Spieler?

Mailen Sie uns ihre Erfahrungen und Meinung an: redaktion@spieler-info.at

Informieren Sie sich auch unter http://pokerbetrug.blogspot.com/


Monopoly Konzessionen

Das besondere an den Lizenzen aus Gibraltar oder Malta: Sie sind vor Ort, in den Steueroasen sehr billig und einfach zu erwerben, haben jedoch vom Lizenzgeber in Gibraltar oder Malta die Einschränkung, nur in jenen Ländern eingesetzt zu werden, wo der Betreiber ebenfalls über eine im jeweiligen Land gültige Lizenz verfügt. Auf diese gesetzliche Einschränkung des Konzessionärs wird stets "vergessen". Vielmehr wird behauptet, man habe eine gültige Lizenz in einem EU-Land oder in einem mit der EU verbundenen Land wie Gibraltar (England). In Wahrheit haben derartige Konzessionen laut klarem bundesstaatlichem und nunmehr auch klarem EU-Recht keine Berechtigung irgendwo eingesetzt zu werden. Bezeichnenderweise ermöglicht z.B. eine Konzession von Malta oder Gibraltar keinen Einsatz im Geberland Malta oder Gibraltar.

Sobald eine rechtskräftige EuGH Entscheidung, gleichlautend wie zur Rechtslage in Portugal, auch zum österreichischen Monopol ergeht, ist der Wert solcher Konzessionen gleich null.

Online Sportwetten als Werbeträger für illegales Glücksspiel

Online Sportwetten dienen hauptsächlich zur grenzenlosen Werbung. Die gewinnbringenden Geschäfte werden jedoch mit den Angeboten an Spielen in den Bereichen Casino, Poker und Games gemacht.


Stellungnahme von Rechtsanwalt Mag. Georg Streit, Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte Wien, an die Plattform Spielerschutz

Zur Frage, ob nach dem jüngsten EuGH-Urteil vom 8.9.2009 in Österreich (und Europa) weiter Online-Glücksspiele veranstaltet und beworben werden dürfen und ob die Verwaltung von Spieleinsätzen durch Banken nunmehr weiterhin gestattet ist. Online-Glücksspielverbote

EuGH-Urteil vom 8.9.2009
pdf Dokument, 113 KB

Lesen Sie mehr zum Thema Vertrauenswürdigkeit im Glücksspiel und Zuverlässigkeit von Konzessionären

The Mystery Gambler

Spieler-Info recherchiert und veröffentlicht alle illegalen Spielbetriebe in Österreich.

Illegales Livegame


Illegales Livegame

Liste aller von uns besuchten Standorte mit illegalem Livegame...

Gerichtsurteile


Die Automatenvielfalt an illegalen Standorten

Welche Erzeuger und Typen von Geldspielgeräten sind auf illegalen Standorten ohne gültige Konzession vertreten?

Hier sehen sie die aktuellen Marktanteile und Grafiken zu den einzelnen Bundeslädnern.

Lesen Sie mehr...

Schadenersatzklagen


Schadenersatzklagen

Chancen und Risiken

Lesen Sie mehr...

Video - Illegale Spielautomaten

Geheime Besichtigung des KAJOT Standortes in Linz in der Hasnerstraße mit versteckter Kamera

Hinweise


Den Illegalen keine Chance!

Wir sammeln Ihre Beschwerden über illegale Glücksspielanbieter und gehen jedem Hinweis nach.

E-Mail an kontakt@spieler-info.at

Ihr Kommentar


Kommentar

Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Wünsche und Vorschläge für einen noch besseren Spielerschutz.

E-Mail an redaktion@spieler-info.at


© by Omnia Online Medien 2012  -  RSS-Feed abonnieren  -  Hilfe zu RSS-Feed