2011
25.05.

Erstes Schuldeingeständnis im US-Poker-Skandal


25.05.2011 | Redaktion Spieler-Info

In den Ermittlungen gegen die Pokerriesen Pokerstars und Full Tilt kommt Bewegung. Bradley Franzen, der mit vier weiteren Personen am 15. April verhaftet worden ist, hat sich nun am 23. Mai in einer Anhörung im US District Court in Manhattan schuldig bekannt.

Department of Justice
Department of Justice; Bild: BrendelSignature / wikipedia.com
Dem 41-jährigen Amerikaner wurde zur Last gelegt, ab Oktober 2006 bis Frühling 2010 den großen Pokerplattformen dabei behilflich gewesen zu sein, "kooperationswillige" Zahlungsabwickler zu finden. Dabei soll er sich laut Anklage auch betrügerischer Maßnahmen bedient haben. Außerdem soll er auch als Vermittler zwischen den Pokerplattformen agiert haben. Für Bankenbetrug, die Geldannahme im Zusammenhang mit illegalem Internet Gaming sowie Verschwörung zur Geldwäsche, wie die Associated Press berichtete, drohen Franzen bis zu 30 Jahre Haft.

Wohl auch aus diesem Grund liegt die Vermutung nahe, dass Franzen mit den Behörden kooperiert und einen Deal abgeschlossen hat. Er könnte das FBI mit weiteren Details versorgen, wie die Pokerriesen in der Vergangenheit das Gesetz gebrochen haben.

Damit wird wahrscheinlicher, dass auch Pokerstars und FullTilt früher oder später vor den Behörden klein beigeben. Die Webseiten von Poker Stars, Full Tilt Poker und Absolute Poker wurden von der amerikanischen Regierung Mitte April beschlagnahmt.. Die Teilnahme an Online Pokerspielen auf diesen Seiten ist bis zur endgültigen Klärung des Falls nicht möglich. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man z.B. auf pokerstars.com nach wie vor spielen kann und vom Werbeträger Boris Becker begrüßt wird.



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