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Russland verschärft Maßnahmen zur Blockierung von Online Casinos

Illegales Online-Glücksspiel / Bild © Creative Commons, Pixabay/stevepb

Casinoonline.de berichtet aktuell, dass sich in Russland das Vorgehen zur Blockierung von Online Casinos verschärft. Die russische Telekom-Aufsichtsbehörde Roskomnadzor kündigte an, mehrere VPN-Dienste zu sperren, sollten diese nicht ihren Datenverkehr an das staatliche Informationssystem FGIS koppeln. Dieses registriert in Russland verbotene Webseiten, darunter die von internationalen Online Casinos.

In der vergangenen Woche kündigte der Chef der russischen Telekommunikations-Regulierungsbehörde Roskomnadzor, Aleksandr Zharov, an, den Zugang zu neun VPN-Diensten zu sperren. Insgesamt zehn VPN-Anbieter waren im März aufgefordert worden, ihren Datenverkehr über das staatliche Filtersystem FGIS zu leiten.

Einer der VPN-Dienste, das in Russland ansässige Unternehmen Kaspersky Lab, habe sein Produkt „Secure Connection“ bereits an das FGIS angeschlossen. Die anderen neun Anbieter sind der Aufforderung bisher nicht nachgekommen. Hierbei soll es sich um die Anbieter NordVPN, EspressVPN, OpenVPN, TorGuard, KeepSolid, HideMyAss!, Hola VPN, IPVanish und VyprVPN handeln.

Mehrere der Anbieter taten ihre Weigerung öffentlich kund und wiesen darauf hin, dass mit einer Anbindung an das FGIS keine Vertraulichkeit der Nutzerdaten mehr gegeben und der Schutz der Privatsphäre der Nutzer nicht mehr gewährleistet wäre. Dies stehe im Widerspruch zum Geschäftsmodell der VPN-Dienste.

Sollten sie sich nicht anderweitig entscheiden und die Anbindung ans Informationssystem herstellen oder aber selbst die Blockierungen entsprechend der schwarzen Liste vornehmen, müssten russische Internet Provider den Zugang zu den VPN-Diensten für ihre Nutzer sperren.

Zharov soll angegeben haben, dass die Blockierung der VPN-Dienste innerhalb von einem Monat erfolgen soll. Damit wäre mit diesen Diensten auch kein Zugriff mehr auf die Seiten internationaler Online Casinos und Pokerseiten möglich.

Massive Internet-Restriktionen in Russland

Bereits in der Vergangenheit war die russische Kommunikationsbehörde gegen VPN-Anbieter vorgegangen. So setzte sie unter anderem den VPN-Anbieter HideMe.ru im November 2016 auf die schwarze Liste und forderten ihn auf, seinen Dienst so umzurüsten, dass Nutzer damit nicht mehr auf Webseiten zugreifen können, die im FGIS registriert sind.

HideMe richtete daraufhin die Alternativ-Domain HideMyName ein und wies daraufhin, dass die russischen Behörden zu einer solchen Forderung nicht befugt seien. Im folgenden Jahr, 2017, unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin allerdings ein Gesetz, das sich vorgeblich gegen die Verbreitung extremistischer Inhalte im Netz richtet und die Nutzung von VPN-Diensten verbietet. Doch nicht nur VPN-Anbieter sehen sich mit Internet-Restriktionen konfrontiert.

So wurde im April 2018 der Messengerdienst Telegram landesweit gesperrt. Grund war, dass der Anbieter sich geweigert hatte, dem russischen Geheimdienst FSB Daten herauszugeben. Die russischen Behörden argumentierten, dass der Messenger-Dienst zur Planung terroristischer Angriffe genutzt werden könne.

Weitere Maßnahmen gegen unerwünschte Webseiten

Auch Internet-Gigant Google bekam die Internet-Beschränkungen in Russland zu spüren. So war das Unternehmen immer wieder aufgefordert worden, sich mit dem staatlichen Informationssystem zu verbinden und erst im Mai wurde Google vorgeworfen, verbotenerweise ein Online Casino beworben zu haben.

Dies sind allerdings nicht die einzigen Maßnahmen, mit denen Russland gegen Online Casinos vorgeht. So ist es russischen Banken seit 2017 verboten, Transaktionen zwischen Konten und Online Casinos durchzuführen. Online Casinos sind seit den 2009 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen in Russland verboten. Eine weitere Maßnahme, um den Zugriff auf diese zu verhindern, ist die Nutzung des neuesten Internetprotokolls IPv6, das eine genauere Überprüfung von Aktivitäten im Internet und damit auch der Nutzung von Online Casinos ermöglicht.

Hinsichtlich der VPN-Dienste bleibt abzuwarten, ob diese den Forderungen der Telekombehörde innerhalb der gesetzten Frist von 30 Tagen nachgeben. Zu erwarten ist dies vor allem bei internationalen Anbietern allerdings nicht.

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