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Illegales Glücksspiel in der Türkei: 113 Festnahmen

Illegales Glücksspiel in der Türkei / Bild © CC0 Creative Commons, Pixabay (Ausschnitt)

Casinoonline.de berichtet aktuell, dass im Rahmen einer landesweiten polizeilichen Aktion gegen illegales Glücksspiel in der Türkei 113 Verdächtige festgenommen wurden. Weitere 709 Personen wurden verhaftet, weil sie mutmaßliche Beteiligte bei anderen Vergehen gewesen sein sollen.

Über 28.000 Polizeibeamte waren an den Razzien beteiligt. Mehr als 20.000 Standorte wurden durchsucht, unter anderem Kaffeehäuser, Büros und Vereinshäuser.

Bis zu den 90er Jahren war das Glücksspiel in der Türkei verbreitet. Die Türken waren passionierte Automaten- und Casinospieler. Das Glücksspiel galt nicht als illegal. Allerdings ist die Branche heute sehr stark reguliert. Fast alle Formen des Glücksspiels sind seit 1989 verboten.

Eine Ausnahme bilden die staatlichen Anbieter. Zu den wenigen Möglichkeiten, in der Türkei legal zu spielen, gehören Pferderennen, Sportwetten beim staatlichen Anbieter IDDAA sowie Millî Piyango, die nationale Lotterie.

Dennoch gibt es häufig illegale Veranstaltungen in kleinen Kaffeehäusern. Mitunter tarnen sich die Spielhöllen auch als lokaler Verein oder Organisation, um sich so den Aufsichtsbehörden zu entziehen.

Erst kürzlich konnte eine Bande festgenommen werden, zu deren Vorgehensweisen es gehörte, Tarnorganisationen zu gründen, die aber der Veranstaltung illegalen Glücksspiels dienten.

Die Namen der Vereine wurden in regelmäßigen Abständen geändert, um sich den Nachforschungen seitens der Behörden zu entziehen. Spieler, die am Glücksspiel beteiligt waren, nutzten rechtliche Lücken in den Gerichtsverfahren und zahlten nur geringe Geldbußen.

Die am Wochenende durchgeführte Operation gehört zu den größten Razzien gegen illegales Glücksspiel in der Türkei. Neben den Festnahmen von insgesamt 822 Personen wurden weitere 1.646 Menschen mit Bußgeldern belegt.

Darüber hinaus mussten die Eigentümer 325 illegaler Spielstätten Geldstrafen zahlen, da sie Glücksspielaktivitäten in ihren Räumlichkeiten gebilligt hatten. Im Zuge der Razzien wurden 77 Spielstätten geschlossen. Die Behörden kündigten an, dass weitere Schließungen folgen könnten.

Hartes Vorgehen gegen Glücksspiel: erst online, jetzt offline

Die großangelegten Razzien in Kaffeehäusern und Vereinen gegen illegale Spielstätten waren in diesem Jahr bereits der zweite große Schlag der türkischen Behörden gegen das Glücksspiel.

Erst im Februar dieses Jahres gelang es der Abteilung für Cyberkriminalität der Istanbuler Sicherheitsbehörden, 384 Heftbefehle wegen mutmaßlicher Verbindungen zu illegalen Sportwetten-Organisationen auszuführen. Dabei waren 5.000 Polizeibeamte im Einsatz.

Die Razzien wurden angeordnet, nachdem im Internet 72 Frontfirmen ausgemacht worden waren, die angeblich Kosmetika oder Reisen vertrieben, aber dazu dienten, eine Vielzahl illegaler Glücksspielaktivitäten zu verdecken.

Die Webseiten, die sich hinter den Online Shops verbargen, sollen Berichten zufolge Wetten im Wert von 3,5 Milliarden Lyra (ca. 600 Millionen Euro) über insgesamt 4.345 türkische Bankkonten abgewickelt haben.

Im gleichen Zuge suchte die türkische Regierung einen geeigneten Partner für den Betrieb der staatlichen Online Sportwetten-Seite SporToto. Es werde laut der Regierung ein Jahresumsatz um 17 Milliarden Lyra (ca. 277 Millionen Euro) erwartet.

Zunehmend feindselig agiert die Türkei allerdings gegen Dies führte unter anderem zu der Entscheidung von GVC Holdings, sich vom türkischen Markt zurückzuziehen.

Glücksspiel in der Türkei: die rechtliche Situation

Im Jahre 1998 wurde das landbasierte Glücksspiel verboten. 2007 verkündete die türkische Regierung auch das Verbot der Online Casinos. Dies hatte allerdings zur Folge, dass das unregulierte und illegale Glücksspiel florierte.

Die Regierung versuchte, mit härteren Vorschriften sowie mit Geld- und Freiheitsstrafen gegen Betreiber und Spieler vorzugehen.

Es gibt immer noch einige Online Casinos, die Spieler aus der Türkei akzeptieren. Doch die Regierung versucht, mithilfe von Webseitensperren den Zugriff zu verhindern.

Außerdem werden Casino URLs auf Webseiten mit Warnungen weitergeleitet, die den Nutzer darüber informieren sollen, dass der Besuch dieser Webseiten untersagt sei.

Wie sich die Situation in der Türkei angesichts der aktuellen Gangart der Politik entwickeln wird, ist sehr unsicher. Es könnte lange dauern, bis den Menschen am Bosporus der Zugriff auf Casinospiele gewährt wird.

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