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Illegales Online-Glücksspiel wird immer gefährlicher: Der Staat bekam das illegale Online-Glücksspiel bis jetzt nicht in den Griff

Foto © Creative Commons, Pixabay/stevepb
  • 1,76 Milliarden Euro Umsatz haben Online-Casinos im Jahr 2017 erzielt – ein Plus von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
  • In Schleswig-Holstein hatten viele Anbieter eine zeitlich begrenzte Lizenz. Nun werben sie weiterhin im gesamten Bundesgebiet um Spieler.
  • Auch bei großen Wettanbietern wie Bwin und Tipico funktionieren zweifelhafte Glücksspiele. Beide Anbieter sehen sich aber im Recht.
  • Die Casino-Branche hofft, der Staat möge einknicken und Internetcasinos erlauben.

Um heutzutage ein digitales Geschäftsmodell zu etablieren, genügt es manchmal schon, die geltende Rechtslage genau zu lesen. Julian Cee aus dem baden-württembergischen Wernau hat das offenbar beherzigt: Seit einigen Wochen umwirbt er Internetnutzer mit Anzeigen für seine Seite „wirholendeingeld.de“. Wer in Online-Casinos Geld verspielt hat, kann dort mit anwaltlicher Hilfe von Zahlungsanbietern wie Klarna oder Paypal seinen Einsatz zurückfordern, kostenlos, nur im Erfolgsfall behalten Cee und die Anwälte 35 Prozent Provision. Weil das Gesetz Transaktionen im Zusammenhang mit illegalem Online-Glücksspiel verbietet, sind die Erfolgsaussichten gut: Mitunter erstatten Bezahldienste das verlangte Geld schon, ohne eine Klage zu riskieren.

Trotzdem lassen es zahlreiche Banken und Zahlungsanbieter weiter darauf ankommen und verdienen am Geschäft mit digitalen Slotmaschinen, Blackjack-Runden oder Roulettetischen in Deutschland fleißig mit. Das Verbot der Zahlungsströme bleibt seit Jahren so wirkungslos wie das eigentliche Verbot der Casinospiele im Netz. Bis auf wenige Ausnahmen sind sämtliche Online-Glücksspiele in Deutschland illegal, Sportwetten sind – in einem Graubereich – bislang nur geduldet.

Den gesamten Beitrag und alle weiteren Informationen sowie Hintergründe lesen Sie bitte in der aktuellen Onlinemeldung der Süddeutschen Zeitung nach.

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