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Die Presse / Staatsholding Öbib bekommt eine neue Führung

Bild © ÖBIB / Gregor Schweinester

Wie die Tageszeitung Die Presse aktuell berichtet, läuft der Vertrag der bisherigen Chefin Martha Oberndorfer aus. Sie hat sich auch nicht für die interimistische Führung der Öbib beworben.

Oberndorfer geht also, sang- und klanglos. Keine Interviews, kein Abschieds-Statement. Ein letztes Gespräch gab es vor wenigen Tagen nur mit ÖVP-Finanzminister Hartwig Löger, der für die Öbib zuständig ist. Der bat sie bei der Unterredung lediglich, ihre Aufsichtsratsmandate bei der Immigon Portfolioabbau AG und beim Kärntner Ausgleichszahlungs-Fonds weiterhin auszuüben. Das wird sie auch tun. Und sonst sondiert sie, wie aus ihrem Umfeld berichtet wird, Jobangebote aus der Privatwirtschaft.

Drei Jahre lang saß Finanzexpertin Oberndorfer im Öbib-Chefsessel. Sie hat den Job medial ähnlich unauffällig absolviert wie ihren Abgang. Was wohl auch den „Umständen“ geschuldet war: Als Öbib-Chefin war sie in keinem der Aufsichtsräte der Staatsbeteiligungen (Telekom Austria, Post, OMV, Casinos Austria) vertreten, hatte also keine wirksamen Kontrollrechte. Aber immerhin wird ihr zugute gehalten, dass sie mit großer Hartnäckigkeit verhindert hat, dass die Casinos Austria (wie geplant) ihr Auslandsgeschäft verkauft haben.

Und wie geht es bei der Öbib weiter? An einer neuen Struktur der Staatsholding wird derzeit im Finanzministerium unter Federführung von Generalsekretär Thomas Schmid gearbeitet. Fertig sein soll das neue Konstrukt bis Ende des Jahres, angeblich will dann auch Schmid selbst den Chefsessel in der geplanten Aktiengesellschaft übernehmen. Das Ganze spießt sich allerdings daran, dass der Koalitionspartner FPÖ ebenfalls einen Chef stellen möchte.

Bis all das ausdiskutiert ist, soll die Öbib interimistisch weitergeführt werden. Doch wer tut sich so eine berufliche Übergangslösung an? Gut informierten Quellen zufolge hat Öbib-Prokurist Walter Jöstl hervorragende Chancen. Neuerdings genannt wird aber auch die Budget-Sektionschefin im Finanzministerium, Helga Berger. Im Ministerium wird seit geraumer Zeit versucht, sie wegzuloben. Zuletzt durfte sie nicht einmal bei der Budgeterstellung dabei sein, heißt es in dem Bericht.

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