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SI Serie: Glücksspiel-Bericht 2014-2016 des BMF. – Teil 3: Konkrete Spielerschutzmaßnahmen (Screenings, Sperren, Einschränkungen, Beratungen).

Der aktuelle Glücksspielbericht des BMF. Montage: © Spieler-Info.

In einem 50-seitigen Bericht dokumentiert das Bundesministerium für Finanzen die Aktivitäten der Institution zwischen Januar 2014 und Jahresende 2016. Spieler-Info berichtet in einer Artikel-Serie über die Kernaussagen des Berichts.

Im Hinblick auf Spielerschutz, Spielersperren und Spieleridentifizierung umreißt der Bericht die Gesetzeslage vor und nach der Novellierung des GSpG 2010, nennt die relevanten Spielsucht-Präventionsmaßnahmen und gibt einige ausgewählte statistische Leitzahlen zu Bonitätsprüfungen, Spielersperren und anderen konkreten Interventionen, um auffällige Spieler vor der Gefährdung ihres Existenzminimums zu schützen.

Recht © Creative Commons/Pixabay
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Waren Spielbanken bereits vor der GSpG-Novellierung ermächtigt, Personen ohne Angabe von Gründen vom Besuch der Spielbank auszuschließen, so müssen seit der GSpG-Novellierung 2010 bei begründeter Annahme, Frequenz und Intensität des Spielens könnten das Existenzminimum einer Person gefährden, Bonitätsauskünfte eingeholt werden. Bei Bedarf werden von speziell geschulten Mitarbeitern Beratungsgespräche mit den Betroffenen geführt. [1]

Das novellierte GSpG berücksichtigt insbesondere Automatensalons und Einzelaufstellungen (Video Lotterie Terminals/VLT) und gibt gesetzliche Bestimmungen für Spielerschutz und Spielsperren in diesem Sektor.

Zu nennen ist hier das Warnsystem mit abgestuften Spielerschutzmaßnahmen (Information bis Sperre), abhängig von Spielfrequenz und -dauer. Für diese Maßnahmen (§ 5 GSpG, Landesausspielungen) sei, so der Bericht, die lückenlose Personen- und Zutrittskontrolle sowie ein Managementsystem der Landesbewilligten mit personifizierten Spielerkarten oder biometrischen Systemen zur eindeutigen Besuchs- und Einsatz-/Gewinn-/Verlust- und Spielzeiterfassung. vorgesehen.

Statistische Daten

Statistik © Creative Commons/Pixabay
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1. Automatensalons Länder bis 31.12.2016 (Quelle: NÖ Landesbewilligter)

  • 152 Automatensalons insgesamt in 5 Bundesländern
  • 13.103 Spieler -Sperren bzw. Besuchseinschränkungen
  •  2.718 betreiberseitige Sperren
  •  5.552 Selbstsperren
  •  4.053 Besuchslimitierungen
  •    780 Verlustlimitierungen
  •  1.944 Beratungsgespräche im Jahr 2016.

2. Spielbanken 2016

  • 7.923 Wirtschaftsauskünfte insgesamt beim KSV 1870

davon:

  • 5.555 über österreichische Spielbankbesucher
  • 1.944 über Spielbankbesucher aus dem übrigen EU/EWR-Raum.

3. Junge Erwachsene 2016 (18-25 Jahre)

  • 118.744 insgesamt Besucher zwischen 18 u. 25 Jahren
  •  10.758 auffällig und mit Spielerschutzmaßnahmen belegt.

4. Online-Gaming am Beispiel der online-Plattform „win2day“ (ohne Angabe des Zeitraums)

  • 920.746 insgesamt registrierte User

davon

  •  13.313 Selbstsperren bzw. Spielpausen.

5. VLT-Outlets 2016

  • 23.845 insgesamt Besucher aus dem EU/EWR (inkl. Österreich)
  • 14.836 Daten-Screenings nach spielerschutzrelevanten Kriterien

darunter

  • 2.216 Datensätze junger Erwachsener (18-25 Jahre)
  •  639 Informationsgespräche
  •  543 Beratungen bzw. Befragungen
  •  776 Besuchsbeschränkungen auf Wunsch von Gästen bzw. nach § 25 Abs. 3 GSpG
  •  899 Selbstsperren
  • 2.882 Wirtschaftsauskünfte beim KSV 1870,

darunter

  • 2.352 Auskünfte zu österreichischen Besuchern
  •  407 Auskünfte zu Besuchern aus der übrigen EU.
[1] Quelle: Glücksspiel-Bericht 2014-2016, BMF 2017, S. 7-20.

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