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1,5 Millionen Schulden mit illegalem Glücksspielunternehmen

Der Kurier veröffentlichte Zahlen rund um die Insolvenz. © Spieler InfoDie Insolvenzanträge der Glücksspiel- und Sportwetten-Firma KM future holding GmbH und ihrer Tochterfirmen fun sportwetten GmbH und automatenverleih fun & future GmbH waren unausweichlich. Das Land Steiermark hat drei Betreibern Lizenzen erteilt, zu denen die Firmengruppe um Michael Maier nicht zählte. Trotzdem wurde das Glücksspiel weiter betrieben – das Resultat: 1,502 Millionen Schulden.

„Aus Vorsichtsgründen war bereits zum 31. Dezember 2015 versucht worden, dennoch eine gesetzeskonforme Lösung zu finden“, heißt es in den Insolvenzanträgen. „So wurden mit den Vermietern aufgrund der absehbaren Mindererlöse Mietreduktionen um die Hälfte vereinbart, es wurde Personal freigesetzt und es wurde versucht, über den Inhaber einer Europäischen Glücksspiellizenz, die Fluentum s.r.o. mit dem Sitz in Bratislava, eine Interimslösung für den damaligen Zeitraum der Rechtsunsicherheit zufolge Vorliegens der Einsprüche gegen die Lizenzvergabe zu finden.“

Es wurde auch versucht, das Glücksspiel über slowakische Firmen zu betreiben – dieser Plan, trotz fehlender Genehmigung den Glücksspielbetrieb aufrecht zu erhalten, ging jedoch ebenfalls nicht auf. Es folgten Klagen und Beschlagnahmen.

Die KM future holding hat 962.000 Schulden und nur 350.000 Euro Vermögen. Die automatenverleih fun & future GmbH weist für 2015 einen Bilanzverlust in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus. Die Verbindlichkeiten werden mit 328.000 Euro beziffert, die Aktiva betragen nur 30.000 Euro. Die fun sportwetten GmbH hat angeblich 212.000 Euro Schulden und rund 120.000 Euro Vermögen. Unter Strich macht das insgesamt 1,502 Millionen Schulden und etwa 500.000 Euro Vermögen aus.

Wieviel die Gesellschaften den Gläubigern jeweils im Sanierungsplan anbieten wollen, lesen Sie hier im gesamten Artikel des Kurier.

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