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Illegales Glücksspiel: „I bin´s, Euer President“ Christian Mattura

Er nennt sich zwar „Chris“, weil cooler, schreibt im Internet „President“ mit „e“, weil so amerikanisch, und ist ein Tausendsassa.

Beruf laut LinkedIn: Finanzberater / Assistant to the Board of Directors der amerikanischen Genesis Group mit Sitz in Houston, Texas.

Oder doch nur der österreichischen Genesis (Europe) GmbH, in Wien? (KEINE Tochterfirma der amerikanischen, jedoch gleicher Geschäftszweck.)

Als Befähigungsnachweis kann „Chris“ Mattura ein Privatkonkursverfahren vor dem LG St. Pölten mit der Zahl 14 S 135/11k vorweisen, die Abschöpfung für seinen Zahlungsplan endet – hoffentlich –am 30.10.2019.

Derartige Kleinigkeiten hindern Chris Mattura jedoch nicht, „nebenbei“ auch auf der BZÖ-Wählerliste aufzuscheinen, mit Jörg Haider zu posieren und sich im  Finanz-Adel Österreichs zu positionieren.

Zwischen Privatkonkurs und illustren Kontakten

Immerhin schaffte er es zu Frau Mag. Isabella de Krassny vorzudringen. Diese zweifelsfrei anerkannte Investment Bankerin mit eigenem, fundiertem Familienvermögen, nahm offensichtlich „dringend“ den Rat des Finanzfachmannes in Anspruch (siehe Fotos).

Nachdem zum „Geschäftszweck“ der Genesis Group NICHT wirklich „Geldanlagen“ in Österreich zählen, ist die Tätigkeit des Christian Mattura möglicherweise in ANDEREM Zusammenhang zu sehen. Darüber gleich etwas mehr.

Hier sind wir bei seinem aktuellen  Wirkungsfeld: „President“ der Schutzvereinigung der österreichischen Automatenwirtschaft (siehe auch den Bericht auf Spieler-Info zu DDr. Grone).

Zwar scheint er nicht im Vereinsregister mit einer offiziellen Funktion auf, dafür steht dort, als Vize-Präsident der den Strafgerichten Österreichs sehr gut bekannte, allerdings verstorbene, DDr. Grone, ebenfalls mit Privat-Insolvenzverfahren noch zu seinen Lebzeiten.

Macht nichts, passt wunderbar: Der Verein schlägt noch um  Breiten den im profil sehr schön beschriebenen Automatenverband des Herrn Kafka…

DIESER Verein hat als „Unterstützter“ den harten KERN der verbleibenden Anbieter illegalen Automatenglücksspiels in Österreich. Für diesen Verein tritt Chris Mattura auch gerne an die Öffentlichkeit und nette Journalisten zeigen ihn sogar mit Foto und freundlichem Text (siehe Kurier). Das alles wäre unter „lustig“ abzuhaken und eigentlich nicht der Rede wert, von der Sorte des Herrn Mattura gibt es in Österreich wahrlich genug Selbstdarsteller.

Gar nicht lustig, sondern sehr ERNST wird diese Story allerdings  durch den direkten Kontakt des Herrn Christian Mattura zu sehr hartnäckigen, illegalen Glücksspielanbietern mit besten Kontakten: Dieser HARTE KERN, besonders in Oberösterreich verankert, schafft es, in OÖ trotz zahlreicher laufender Verfahren, trotz Millionen Euro verhängter Beugestrafen, ungestört das illegale Automatenglücksspiel zu betreiben.

Mattura bejubelt das Treiben der Illegalen

Der „Reigen“ zur Verhinderung behördlicher Maßnahmen funktioniert relativ einfach: Die zuständigen Bezirkshauptmannschaften eröffnen Strafverfahren, es wird durch vife Anwälte alles beeinsprucht, was sich bewegt. Kommt dann ein Beschluss der Bezirkshauptmannschaft zu Stande, ev. sogar die Anweisung zur Betriebsschließung – wird auch dieser Bescheid beeinsprucht und landet – Überraschung (!) – beim Nachfolge-Gericht des „UVS“ (Unabhängiger Verwaltungssenat), dem LVwG (Landesverwaltungsgericht). Dort, in Oberösterreich, wirkt der Richter Dr. Alfred Grof (siehe Bericht auf Spieler-Info).

Allen halbwegs Informierten, besonders aber den beteiligten Behörden, ist dieser Reigen zumindest unheimlich.

JETZT aber hat das LVwG OÖ  einen „Volltreffer“ gelandet: Zum wiederholten Male wurde durch die Oberösterreicher der EuGH zum sogenannten „Vorabentscheid“ angerufen. Der EuGH möge, bitteschön, prüfen, ob das österreichische Glücksspielgesetz EU-konform sei.

DAS hat der EuGH schon OFT geprüft und BEJAHT, aktuell hat dies auch das Vorarlberger LVwG bestätigt, es gibt SOGAR ein VwGH-Urteil.

Trotzdem – wie von Christian Mattura im Internet bejubelt: „Never give up“ und „Jetzt dürfte so manchen Herrschaften mal langsam ein Achterl in die Hose gehn“.

Das „Goldene Papier“ ist Millionen Euro wert

Das LVwG hat am 15.12.2015 NOCHMALS den EuGH angerufen – dieser “EuGH-Anruf” ist für die illegalen Betreiber VIELE Millionen Euro wert: Er garantiert, dass alle Verfahren RUHEN, bis der EuGH sich – wieder – geäußert hat und das DAUERT mehrere JAHRE!

Bis dahin können die illegalen Automatenbetreiber völlig ungestört Monat für Monat pro Geldspielautomat 7.000 Euro kassieren. Sie haben noch immer ca. 2.000 (zweitausend) illegale Geräte österreichweit in Betrieb. Das macht die stolze Summe von 14 Millionen Euro an Erlösen pro Monat aus, pro Jahr 168 Millionen Euro und somit innerhalb von drei Jahren weitere 500 Millionen Euro Ertrag aus illegalem Glücksspiel.

Verständlich, dass sich die Desperados des illegalen Automatenglücksspiels freuen, obendrauf ihr „President“, Herr Chris Mattura!

Interessant in diesem Zusammenhang: WESHALB hat Christian Mattura einen Antrag des LVwG im Original vorliegen? Gewiss, es könnte der Anwalt eine Aktenabschrift erhalten haben, aber das ist eher unwahrscheinlich…

Und hier kommen wir nochmals auf die „Finanzberatung“ des Christian Mattura zurück:

Frau Mag. de Krassnys Donau Invest ist eine über jeden Zweifel erhabene seriöse Investment-Bank, zeitweise wurden auch Portfolios von betuchten Kunden verwaltet. Wenn davon ausgegangen werden darf, dass Herr Christian Mattura seinem Masseverwalter kein Vermögen verschwiegen hat, wenn davon ausgegangen werden darf, dass die „Genesis Group“ (sie ist auch im Öl- und Gas Geschäft aktiv … die Branche ist irgendwie bekannt von den tschechischen CASAG Interessenten) NICHT in Österreich Geld anlegen möchte, stellt sich die Frage: WIE hat sich Christian Mattura Zugang zu dem erlauchten Kreis verschafft? Am ehesten funktioniert dies mit einem saftigen Sparbuch. Berät Christian Mattura möglicherweise seine oberösterreichischen und weiteren Freunde – selbstverständlich OHNE Wissen der Investment-Bank! –auch in Investments des „ersparten“ Vermögens, verdient durch illegales Glücksspiel?

Das wird noch sehr spannend.

 

 

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