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OBERÖSTERREICH – die „Festung“ des illegalen Automaten-Glücksspieles

OBERÖSTERREICH - die „Festung“ des illegalen Automaten-GlücksspielesOberösterreich ist seit Jahrzehnten nicht nur das erfolgreichste österreichische Industrie-Bundesland, sondern auch Zentrum des illegalen Automaten-Glücksspieles.

Bereits Anfang der 1980-er Jahre versprach der damalige Landeshauptmann Josef Ratzenböck dem CASAG-Chef Dr. Leo Wallner für dessen Linzer CASINO „Schutz vor Automaten-Konkurrenz“ und machte Oberösterreich zu einem „Verbotsland“ für das sogenannte „Kleine Glücksspiel“. Diese Entscheidung war die Geburtsstunde des prosperierenden illegalen Automatenglücksspieles in Oberösterreich.

Geschützt vor LEGALEN Mitbewerbern auf dem Automatensektor wurde rasch eines der dichtesten illegalen Glücksspiel-Netze Österreichs aufgebaut. Einige kleinere „Garagen“-Betriebe kopierten erfolgreiche Geldspielgeräte und versorgten den heimischen illegalen Markt direkt vor der Haustüre.

Zumeist über den UMWEG eines angeblichen „Exportes“ an zumeist slowakische oder tschechische Unternehmen (welche verdeckt im Besitz des österreichischen Erzeugers standen) spielten z.B. die Firmen bei Gmunden, in Traun, in Wels vor heimischen Medien und Politikern den aufstrebenden, innovativen Erzeuger von elektronischen Geräten, tatsächlich waren sie aber die Betreiber der größten österreichischen illegalen Automaten-Maschinerie.

Von 1980 bis etwa 2010 standen in Oberösterreich laufend etwa 5.000 (fünftausend) illegale Geldspielgeräte, damals getarnt als „Geschicklichkeitsautomaten“ in Betrieb.

Diese 5.000 illegalen Geldspielgeräte brachten den wenigen Erzeugern/Betreibern monatlich etwa 3,5 Mio. Euro in ihre großteils an der Finanz vorbei geführten Kassen. Jährlich ergab sich damit ein Roh-Erlös von etwa 40 Mio. Euro, somit in den 30 „ungestörten“ Jahren von 1980 bis 2010 etwa mehr als eine MILLIARDE Euro an illegalem Einspielergebnis.

Dieses „Einkommen“ kam den an einer Hand aufzählbaren „Erzeugern/Betreibern“ zugute, welche dieses „System“ mit dem hier in Oberösterreich leicht gewonnenen Kapital erfolgreich in zahlreiche Länder „exportierten“. Von der Tschechei über die Slowakei, von Ungarn bis zu den Balkanländern und Italien reichte zeitweise das enge Netz der illegalen Automatenbetreiber. Große Teile dieses Netzes sind heute noch existent, einige wurden im Laufe der Zeit in „legale“ Anbieter gewandelt.

Mit EINER Fehlentscheidung hatte das Land Oberösterreich eine riesige Welle illegaler Angebote in Oberösterreich und vielen anderen Ländern ausgelöst.

Daraus resultierend entwickelte sich die hohe Zahl der Spielsüchtigen, zumal die Spielprogramme der illegalen Anbieter keinerlei behördlicher Kontrolle unterlagen.

Das Wort „Spielerschutz“ wurde auch von den Behörden nicht verwendet.

Mit dem neuen Glücksspielgesetz 2010 begann auch der Kampf gegen illegales Glücksspiel, besonders in Oberösterreich.

Spieler-Info.at kann nach ersten Erfolgen in den Jahren 2009 und 2010  ab 2011 folgende Zahlen dokumentieren:

Seit 2010 informiert Spieler-Info.at laufend Behörden und Medien über das Problem der großen Gefährdung von Spielern durch das illegale Automaten-Glücksspiel.

Dank des massiven Einsatzes der Finanzpolizei  konnte diese nachdrückliche positive Bilanz entstehen:

Binnen vier Jahren wurde um mehr als 60 % REDUZIERT !

Durch  laufende Information der Behörden, der Medien sind diese sensibilisiert.

Im Anhang finden Sie

Punkt 1 / Kopien der Schreiben an Behörden / Landesregierung

Punkt 2 / Kopien der Medienberichte

http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_59908/3012724_500.jpgDer neue für das Glücksspiel in OÖ zuständige Landesrat KommRat Elmar Podgorschek erklärt gegenüber dem „Neuen Volksblatt“: „Leider gibt es derzeit noch illegal betriebene Automaten. Die Zahl nimmt jedoch laufend durch Kontrollen ab.“

Auch in der „Hochburg“ des illegalen Glücksspiels, in der Industriestadt WELS, wird dem illegalen Automaten-Unwesen von den Behörden der Kampf angesagt.

Die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten: Der Magistrat droht 13 Gastrobetrieben mit dem Entzug der Gewerbeberechtigung. Acht Unternehmen befinden sich im Visier der Polizei nach dem OÖ Glücksspielgesetz:

Wir haben die Betriebsschließung angedroht – wegen wiederkehrendem illegalen Glücksspiel“, sagt die neue Polizeistadthauptfrau Mag.a Dr.in Alexandra Löberbauer.

Die letzten „Burgen“ der illegalen Glücksspiel-Betriebe werden durch „Betriebssperren“ und durch zahlreiche UWG-Klagen eliminiert.

Die Hartnäckigkeit der seit Jahrzehnten mit leicht verdientem Geld arbeitenden illegalen Betreiber ist verständlich… sind die permanenten Anzeigen, Beschlagnahmungen und Betriebssperren doch eine „Vertreibung aus dem Paradies“, insbesondere von Personen, welche keine nennenswerte Ausbildung kennen und dann nicht wissen, wie sie den Schuldenberg an Strafen und Gerichtskosten

sowie das verlorene Anlagevermögen abarbeiten werden. Aus diesen Gründen klammern sie sich hartnäckig an die letzten „Klingel-Betriebe“ (so genannt, weil der Spieler nur durch Betätigung  einer Klingel Einlass bekommt).

Aber auch die „Glocken“ werden bald nicht mehr läuten.

Auflistung  Standorte – illegale Glücksspielgeräte – Stand 30.11.2015

Ein Großteil der angeführten Standorte wurde oftmals angezeigt, es gibt für JEDEN dieser Standorte zumindest ein Verwaltungsstrafverfahren.

Lesen Sie hier die Muster-Anschreiben an Landesregierung, Behörden sowie Medienberichte…

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