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Wien: Aktion scharf gegen illegale Wettbüros

Wilfried Lehner, MLS, Leiter der Finanzpolizei; Bild: BMFGemeinsame Aktion von Finanzpolizei, Landespolizeidirektion und dem Büro für Sofortmaßnahmen.


18 überprüfte Wettlokale und 41 beschlagnahmte Geräte: Eine erste Bilanz der zweitägigen Schwerpunktaktion gegen ohne landesrechtliche Genehmigung betriebene Wettbüros zeigt einen vollen Erfolg.

Beamte verschiedener Behörden überprüften in perfekter Zusammenarbeit 18 Standorte, an denen Sportwetten angeboten wurden. Neben mangelnden landesrechtlichen Genehmigungen als Wettanbieter wurden auch Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, Ausländerbeschäftigungsgesetz, Glücksspielgesetz, Gewerbeordnung sowie Steuer- und Abgabengesetze geahndet.

Auch illegale Glücksspielautomaten entdeckt

Während die Vertreter der Sicherheitsbehörde illegale Wettgeräte beschlagnahmten, nahm das Finanzamt eine abgabenbehördliche Kontrolle vor. Die Finanzpolizei wiederum kontrollierte die Beschäftigungsverhältnisse in den Lokalen und konnte zehn der seit Jahresbeginn illegalen Glücksspielautomaten entdecken, die ebenfalls sofort beschlagnahmt wurden.

Laufende Recherchen von Spieler-Info.at zeigen, dass in Wien mehr als 500 illegale Automaten in Betrieb sind, pro Woche kommen 50-100 illegale Geräte hinzu!

Seit 1.1.2015 gilt in Wien das Verbot des Kleinen Glücksspiels – das Angebot der illegalen Anbieter wächst von Tag zu Tag. Realistische Marktkenner haben es vorausgesagt: Nach wenigen Monaten Vorbereitungszeit wird das in Wien geschaffene Vakuum am Markt des Automatenglücksspiels in hohem Tempo durch illegal betriebene Geldspielgeräte aufgefüllt.

Spieler-Info.at recherchiert laufend und bringt diese illegalen Anbieter bei den Behörden zur Anzeige.

Die Zusammenarbeit der von Bundes- und Landesbehörden gemeinsam durchgeführten Aktion unter Koordination des Büros für Sofortmaßnahmen ist nur zu begrüßen. In Wien wird auch in Zukunft gegen den Wildwuchs an illegalen Wettlokalen und das illegale Glücksspiel hart durchgegriffen werden müssen.

An einigen der kontrollierten Standorte waren zwar die Wettautomaten mit einer Bewilligung versehen, die Finanzpolizei kümmerte sich allerdings im Besonderen um angebliche Internetsurfgeräte. Tatsächlich handelte es sich um PCs, die gegen Eingabe einer Benutzerkartenidentifikation das Spielen an Walzengeräten erlaubte – eine bereits bekannte Methode, mit der das Verbot des Kleinen Glücksspiels zu umgehen versucht wird, ohne Erfolg: Alle sieben Computer wurden beschlagnahmt.

Als Sportwetten getarntes Glücksspiel: Beschlagnahmt!

Auch ein weiteres altes Phänomen kam den Kontrollorganen unter:  angebliche „Sportwetten“ auf computeranimierte Hunderennen. Da diese Zeichentrickhunde mittels Zufallsgenerator gesteuert werden, stellt auch diese Art der „Wette“ ein illegales Glücksspiel dar und wurde von der Finanzpolizei beschlagnahmt.

Für Wilfried Lehner, MLS, Leiter der Finanzpolizei, der sich während des Einsatzes selbst ein Bild vor Ort machte, war der Einsatz ein voller Erfolg: „Nach dem Verbot des kleinen Glücksspiels in Wien versuchen nun offenbar einige Betreiber auf illegale Wetten umzusteigen. Dieser gemeinsame Einsatz der Behörden soll unmissverständlich klar stellen, dass es kein Pardon für illegale Wettanbieter und Abgabenhinterziehung gibt.“ Besonders freut sich Lehner über die behördenübergreifende Zusammenarbeit, die es ermöglicht, besonders effektiv vorzugehen und Verfahren zu bündeln.

 

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