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Tirol: Illegales Automaten-Glücksspiel hat sich in einem Jahr verdoppelt!

Illegales Glücksspiel in TirolEine aktuelle, flächendeckende, geheime Recherche von Spieler-Info.at zeigt eine erschreckende Situation in Tirol – exakt in einem jener westlichen Bundesländer, in denen das Automaten-Glücksspiel seit Jahrzehnten total VERBOTEN ist!


Seit Dezember 2013 ist die Anzahl der Standorte mit illegalen Geräten auf 79 angewachsen – mit insgesamt 296 illegalen Geldspielgeräten.
Das entspricht einer VERDOPPELUNG des illegalen Angebotes von Geldspielgeräten!

In Relation zur Einwohnerzahl Tirols ist diese Dichte an illegalen Geräten mehr als besorgniserregend.

Dieses Angebot „an jeder Ecke“ ist für JEDERMANN – auch für die Behörden (!) deutlich sichtbar. Tausende Tiroler spielen täglich auf diesen nichttypisierten, unkontrolliert programmierten Geldspielgeräten.

Die Aktionen der ungesetzlichen Anbieter werden immer „einfallsreicher“ und dreister: Sehr oft sind Geräte nur über die Toilette oder einen Nebenraum erreichbar, manchmal wird das Schild „außer Betrieb“ deutlich angebracht und dann nur für „bekannte“ Spieler entfernt.

Geräte werden bei Kontrollen oftmals per Fernschaltung abgedreht und außer Betrieb genommen.

Die Programme sind oft „selbstreinigend“, d.h. die Historie der Abläufe soll von den kontrollierenden Behörden nicht nachvollziehbar sein.

Die Finanzpolizei (Leitung Wilfried Lehner, MLS) hat offensichtlich zu wenig Personal. Nur so ist erklärbar, dass dieser Wildwuchs in Tirol – und auch in anderen westlichen Bundesländern (Berichte von Spieler-Info.at folgen in Kürze) – insbesondere in den letzten 12 Monaten entstehen konnte.

Der Schaden an der Bevölkerung, welcher durch diese Glücksspiel-Desperados angerichtet wird, ist enorm: Gerade bei unkontrollierten, illegalen Spielprogrammen entsteht relativ rasch massive Spielsucht, wie zahlreiche Mails und Briefe verzweifelter Spieler an Spieler-Info.at beweisen.

Alleine in Tirol muss mit mehreren Tausend Spielern, welche Tag für Tag NUR auf diesen illegalen Geldspielgeräten spielen, gerechnet werden.

Die  Betreiber – inklusive der Standort-Besitzer – erfreuen sich klingender Einnahmen

Pro Gerät und Monat werden ca. 7.000 (!) Euro bar eingespielt, großteils an der Steuer vorbei.

Mit diesem „Cash-Topf“ bildet sich für die Betreiber ein Untertunnelungs-System, welches eingesetzt wird,  um ungeschoren „arbeiten“ zu können.

Der Einsatz der Finanzpolizei ist hier beim illegalen Glücksspiel für die Republik wichtig und auch  sinnvoll: Die Einnahmen aus Strafen und Steuerverfahren überschreiten wesentlich die Kosten für die Kontrollarbeiten, der Einsatz verhindert das Ausbreiten gefährlicher „Parallel-Strukturen“ mit viel Bargeld.

Unabhängig von der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit und der gesetzlich erforderlichen Hygiene am Glücksspielmarkt verlangt die EU vom Konzessionsgeber (die Republik) strengste Kontrollen des Glücksspieles gegen Betrug, Geldwäsche und Spielsucht. NUR dann ist ein Glücksspiel-Monopol gerechtfertigt, sagt der EUGH.
LEGALE Anbieter  müssen diese Vorgaben tatkräftig unterstützen.

Tirol ist der unumstößliche BEWEIS, dass ein VERBOT von Glücksspielautomaten genau das Gegenteil von dem bewirkt, was es erreichen sollte… es entsteht ein unkontrollierbares
Geflecht an Scheinfirmen, ausländischen Geschäftsführern etc., welches von den Behörden nur mit Unterstützung der LEGALEN Glücksspiel-Industrie eliminiert werden kann.

Spieler-Info.at wird diese Berichtsserie in Kürze fortsetzen.
 

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