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„Kritischer mit dem ganzen Thema befassen“

"Kritischer mit dem ganzen Thema befassen"Die Redaktion Spieler-Info.at erreichte zum Artikel „Anzeige gegen Novomatic mit „getürkten“ Betroffenen und Schadenssummen? Hat Thomas Sochowsky mehrere hunderttausend Euro an Abgaben nicht bezahlt?“ ein Leserbrief, den wir an dieser Stelle gerne beantworten und auch veröffentlichen.


Sehr geehrter Hr. Matic!

Spieler-Info.at respektiert ihre Meinung und ist von Spiele-Schicksalen immer wieder sehr berührt.

Wir bemühen uns um umfassende Information über die Glückspielindustrie, die gesetzliche Situation und die Vorgänge rund um Spieler-Schicksale.

Spieler-Info.at kann allerdings nur auf professionelle Hilfe verweisen.

In besonderen Härtefällen versuchen wir, mit dem jeweiligen Unternehmen (Konzern) eine Gesprächsbasis für eventuelle soziale oder Kulanz-Hilfe herzustellen.

In einigen Fällen unterstützen wir auch die rechtliche Expertise über den für Glücksspielfragen hoch qualifizierten RA Mag. Streit (Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte OG), um festzustellen, ob etwa ein Regressanspruch besteht (z.B. wenn ein Betreiber OHNE Konzession Glücksspiel anbietet).

Spieler-Info.at warnt auch Spieler, Medien und Behörden vor Betrügern und Erpressern, welche mit dem Leid einiger Spieler sich persönlich bereichern wollen und dies auch bereits erfolgreich getan haben.

Das ist ein völlig ANDERES Thema ,hier bitten wir Sie und alle Spieler um Unterstützung, um derartigen Praktiken ein für allemal das Handwerk zu legen.

Wenn Spieler-Info.at auf die fiskalische, gesetzliche Auswirkungen einer sogenannten  „Zession“ an angebliche „Helfer“ hinweist, so nur deshalb, um diese Spieler vor weiterem Schaden zu bewahren!

Es darf nicht sein, dass ein Spieler bereits finanziell am Limit steht und dann auch noch eine Finanzamtsvorschreibung für Gebühren aus Verträgen erhält!

Dieses verantwortungslose Tun muss gestoppt werden.

Wir bitte Sie und eventuelle Betroffene oder Freunde um Unterstützung, in dem sie die Vorgänge mit diesem „Helfer“ offen legen und damit weitere Personen vor Schaden  bewahren.

Falls Sie konkrete Vorstellungen haben, lassen sie uns diese bitte wissen.

Redaktion Spieler-Info.at

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„umgangen“ ist relativ

Verfasst von Zlatko Matic (1170 Wien) am Mi, 2013-07-24 00:34.

Sehr geehrtes Spielerinfo-Team!

Obwohl ich annehme,das Sie meinen Post sowieso löschen werden,schreibe ich ihnen trotzdem aus Solidarität gegenüber meinen Leidensgenossen.

Ich bin selber finanziell „Geschädigter“ durch Spielautomaten der Firma Novomatic.Es begann vor vielen Jahren als ich das erste mal noch als minderjähriger im Wiener Prater öfters in Spielhallen Flipper zockte und da es früher diese Münzhupfer-schieber gab auch mit dem Glücksspiel.Aus reiner Neugierde ging ich gelegentlich ich die verdunkelten Räumlichkeiten der Casinos und machte einige Runden und war von den Ereignissen dort fasziniert.Manchmal war ich länger manchmal kürzer je nachdem mich das Personal nach meinem Alter fragte musste ich wieder das Casino verlassen.Jedoch gab es mir keine Ruhe und mit Völljährigkeit begann ich öfters die Lokalitäten zu besuchen.Öfters verlor ich einige Hundert Schilling jedoch gab es je nach Spielhalle und Spielautomaten Unterschiede in der Gewinnhäufigkeit (am Ende vom Prater war die Zirkushalle die Beste).Mit den Jahren sammelten sich die Verluste an.Da ich weder Reich noch sehr viel verdiente waren es immer ca einige tausend Euro im Jahr was auch nicht wenig ist.Ich schätze mal insgesamt sind es sicher 60-70 tausend €.Gott sei Dank bin ich seit letzten Jahres im August Spielfrei und habe ca 1100€ an einem Abend im Casino Prater verzockt was für mich ausschlaggebend für ein endgültiges Ende meiner Spielerkarriere war.

Ich möchte noch bemerken das fast alle Geräte an dem Tag sehr wenig auszahlten und ich auch drei erwischte ohne irgendeinen größeren Gewinn sowie Freispielen.Ich habe entschieden, das es für mein Leben nur eine Zukunft gibt ohne diese Geräte da andersrum ich nie Geld auf die Seite legen werde können.Bezüglich der Einsatzlimits ist es klar das alle Möglichkeiten genutzt werden um den Umsatz zu erhöhen.Ich interpretiere das alte Gesetz so, das zum Schutze der Bürger vor zu hohen Verlusten diese Limits eingeführt wurden.Jedoch kritisiere ich den Gesetzgeber mit der zu hohen Automatenabage von 1400€ pro Monat das mit kleinen Einsätzen nicht finanzierbar ist für die Aufsteller.Ich bin dafür das man maximal 1€ pro Spiel setzen kann und man wirklich hauptsächlich aus Vergnügen spielen geht.Der Verlust sollte maximal 50€ pro Stunde betragen dürfen wobei ich finde das Spieler und Aufsteller und Gesetzgeber damit halbwegs leben könnten.
Ich wünsche mir, das Sie sich öfters mal kritischer mit dem ganzen Thema befassen würden und nicht hauptsächlich die Spieler als Hauptschuldige für viel zu hohe Verluste verantwortlich machen.Hoffentlich respektieren Sie meine Meinung und wünsche ihnen noch viel Erfolg mit ihrer Webseite.

Hochachtungsvoll
Zlatko Matic

 

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Bild: Maret Hosemann  / www.pixelio.de

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