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Kärntens neue Glücksspiel-Konzessionen: Schein und Sein!

Kärntens neue Glückspiel-Konzessionen: Schein und Sein!Spieler-info-Leser waren NICHT überrascht, dass Bewerber in Kärnten,  wie die Gauselmann-Firma „Merkur“ und weitere zumindest sieben andere, ohne Konzession blieben.


Überrascht war man lediglich über den Zuschlag einer Kärntner Konzession an die oberösterreichische  „Amatic“  für die sogenannten Einzelaufstellung von Geldspielgeräten.

Die gut funktionierenden PR-Maschinen der größten österreichischen Betreiber von flächendeckendem illegalem Glücksspiel – teilweise seit Jahrzehnten – machen einigen gutgläubigen Medien weiß, dass es in Kärnten „bei der Glücksspiel-Konzessionsvergabe nicht mit rechten Dingen zugegangen sei“.

Fakten sind bekannt

Hier die Fakten, welche Spieler-Info-Lesern seit Jahren bekannt sind und auch den Behörden – natürlich auch den Kärntner Verantwortlichen:

Spieler-Info.at dokumentiert auf „illegale Standorte“ seit Jahren jene Firmen, welche z.B. im Burgenland, in Niederösterreich, in Oberösterreich, in Salzburg, in Tirol und in Vorarlberg illegal, ohne gültige Konzession und ohne behördliche Kontrolle Spieler schädigen und in zahllose Strafverfahren, auch Finanz-Strafverfahren, verwickelt sind.

Es war deshalb vorauszusehen, dass diese bekannten,  illegalen Glücksspiel-Anbieter von JEDER Konzessionsvergabe schon wegen der nicht vorhandenen „Vertrauenswürdigkeit“ ausgeschlossen sind.

Das gilt auch für alle anderen Bewerber, die abgelehnt wurden.

OÖ und NÖ richtig entschieden

Die Bundesländer OÖ und NÖ entschieden deshalb völlig  r i c h t i g  gegen diese illegalen Bewerber.

Nichtsdestotrotz: „Frechheit siegt“ sagen sich die illegalen Anbieter und machen dreiste Einsprüche gegen den Konzessionsentscheid beim sogenannten Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS).

In Oberösterreich ist für diesen Einspruch beim UVS  z.B. federführend der landesweit bekannteste illegale Anbieter „verantwortlich“.
Finanzvorschreibungen in zweistelliger Millionen-Höhe, Finanzstrafverfahren, STA- Anklagen, Verwaltungsstrafanzeigen en masse – nichts bremst die gierigen Anbieter illegalen Glücksspieles.

Der Zweck dieser Einsprüche liegt auf der Hand:

Während der Einspruchszeit – oftmals bis zu zwei Jahre – kann der illegale Anbieter weiterhin am Markt agieren, die Anzeigen stören ihn nicht, weil er durch Tricks, wie z.B. „Anruf des EuGH zur sogenannten „Vorabentscheidung“ viele Monate und ev. Jahre Zeit gewinnt.

Betriebsschließungen notwendig

Zwar sitzen den illegalen Anbietern das BMF und die Finanzpolizei im Nacken- solange aber die Betriebe nicht wirklich zugesperrt und die wirtschaftlich Verantwortlichen wegen organisierter Kriminalität in Haft sind, wird es keine wirkliche, endgültige Ruhe geben.

Ein ähnliches Vorgehen wird nun in Kärnten „abgespult“ – dabei unter dem Mäntelchen des „serösen, leider abgeblitzten Bewerbers“ – der noch indirekt unterstellt, dass „andere“, zu recht positiv behandelte Bewerber, bevorzugt worden wären.

Leider gelingt es diesen Desperados immer wieder, Medien zu täuschen und auf die falsche Spur zu lenken.

Dabei wäre es für gut recherchierende Redakteure ein leichtes, die wahren wirtschaftlichen Eigentümer der illegalen Anbieter festzustellen.

Es wäre ein leichtes, deren Villen, deren illegal erworbenes Vermögen darzustellen. Die ganze Dimension des illegalen Glücksspieles – in Wahrheit ein österreichisches Milliarden-Geschäft – wird derzeit in der zweiten Ausgabe des „Weißbuch über Gllücksspiel in Österreich -Investigative Marktforschung über illegales Automatenglücksspiel in Österreich 2012″ dokumentiert.

Entscheidung über Konzessionen im Burgenland noch offen

Für das Land Burgenland ist zu hoffen, dass sich die dortigen Behörden von den illegalen Anbietern und ihren vorgeschobenen „Saubermännern“ nicht täuschen lassen.

Die einzige Überraschung in Kärnten war also nicht die Ablehnung des knappen Dutzend illegaler Bewerber und deren eventuellen mangelhaften Ausführungen und Dokumenten zur Bewerbung, sondern der Umstand, dass die oberösterreichische Amatic einen (kleinen) Zuschlag erhalten hat.

Amatic ist es offensichtlich gelungen, durch das Vorschieben „Weißer Riesen“ Seriosität vorzutäuschen.
Der echte, wirtschaftliche Alleineigentümer blieb sehr wahrscheinlich im Hintergrund, wie immer.

Das Firmengeflecht ist jedoch auf Spieler-Info.at einzusehen.

Bleibt zu Kärnten abschließend eine technische Frage offen:

WIE soll Amatic die umfangreichen Auflagen des neuen Glücksspielgesetzes umsetzen – an Einzel-Standorten, bei abgelegenen Tankstellen, Wirtshäusern?

Mit direkter Anbindung an das Bundesrechenzentrum in Wien für ALLE Bewegungen des Geldspieles?

Mit totaler Offenlegung aller Einkünfte?
Das alleine wird einige der Involvierten RICHTIG erschrecken …

 

 

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