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Verbot von Glücksspielautomaten ist in Ungarn in Kraft

Verbot von Glücksspielautomaten ist in Ungarn in KraftGlücksspielautomaten sind seit heute in Ungarn illegal. Laut einer Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI trat das Gesetz über deren Verbot um Mitternacht in Kraft.


Bisher gültige Genehmigungen für Spielhallen haben ihre Gültigkeit verloren und einarmige Banditen sind nur noch in drei Casinos erlaubt.

Eines dieser drei Casinos gehört den Casinos Austria International (CAI) in Sopron. Künftige Casino-Gründungen sollen an strengere Bedingungen geknüpft werden. Die Branche will sich mit allen zur Verfügung stehenden juristischen Mitteln gegen das Verbot zur Wehr setzen.

Liberalisierter Wirtschaftszweig abgeschafft

Laut einer Meldung der APA sprach der ungarische Glücksspielverband (SZSZ) „von einem „Trauertag“. Rund 40.000 Beschäftigte würden auf einen Schlag arbeitslos. Innerhalb einer einzigen Woche sei ein seit 21 Jahren liberalisierter Wirtschaftszweig abgeschafft worden.“

Laut APA wähnt Branchenverbandsvorsitzender Istvan Schreiber hinter dem Verbot eine Neuverteilung des Marktes. „Irgendjemand will diesen Kuchen. Deswegen hat die Regierung die Glücksspielautomaten verboten und erlaubt nur noch die drei in Konzession arbeitenden Casinos“, schrieb er in einer Aussendung. Es werde neue Player auf dem Glücksspielmarkt geben, die in einer Art „Koproduktion mit dem Staat arbeiten werden“.

Laut Schreiber will die Branche „ihr Recht beim ungarischen Verfassungsgericht, in Brüssel und Straßburg suchen“. Spielsüchtig sei in Ungarn ein Prozent der Bevölkerung, während Alkoholiker 30 Prozent ausmachten, verglich der Verbandschef.

„Nationale Sicherheitsrisiken“

Begründet wurde die von Premier Orban eingebrachte Gesetzesvorlage zum Automatenverbot mit der Gefahr, dass „die sozial Schwächsten ihr Geld an Automaten verspielen“. Zugleich seien auch „schwere nationale Sicherheitsrisiken“ in Zusammenhang mit der Tätigkeit der in Ungarn an der Spielautomatenindustrie Interessierten aufgetreten, so Orban.

Laut APA dürfte auch Novomatic etwas vom Verbot betroffen sein, laut Jahresbericht 2011 betreibt die Novomatic in Ungarn 13 elektronische Automatencasinos.

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