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Späte Einsicht?

In Wien scheint, zu mindestens in der Brigittenau, ein Umdenken der SPÖ in ihrer Einstellung zum kleinen Glücksspiel stattzufinden. In der Bezirksvertretung wurden Anträge nicht zugelassen oder die SPÖ stimmte dagegen. Großen Aufruhr ruft das natürlich beim Wiener Koalitionspartner, den Grünen hervor. Was einst die SPÖ Alsergrund ins Rollen brachte und zu einem Auslaufen der Konzessionen für das kleine Glücksspiel spätestens 2015 führen sollte, scheint bei den Wiener Sozialdemokraten sichtlich nicht unumstritten zu sein, vielleicht ist es ja auch ein Sieg der Vernunft.

Automaten-Kojen nehmen Überhand: In Wien werden diese bereits jetzt stark reduziert und werden bis Ende 2014 aufgrund der neuen Glücksspiel-Novellierung verschwunden sein. Anders würde das bald wieder bei einem totalen Verbot aussehen… Die illegalen Aufsteller würden Kirtag feiern, wie in den bisherigen Verbotsländern Burgenland, Oberösterreichg, Salzburg, Tirol (siehe Gesamtübersicht Österreich)

Ein Aspekt ist nicht zu übersehen. Es hat sich über die Jahre gezeigt, dass das illegale Glücksspiel vor Verboten nicht Halt macht. Die unabhängige Plattform Spieler-Info hat bei ihren Kontrollen in jenen Bundesländern, in denen das kleine Glücksspiel gesetzlich verboten ist, bewiesen, dass ebendieses gerade dort fröhliche Urstände feiert. In den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Burgenland und Tirol stellte Spieler-Info hunderte illegale Spielautomaten fest und leitete Schritte gegen deren Betreiber ein.

Denn eines vergessen die Befürworter eines generellen Verbotes des kleinen Glücksspieles immer wieder: Spielerschutz, gesicherte Gewinnquoten und vor allem der Schutz von Jugendlichen sind beim illegalen Glücksspiel nicht gegeben. Das neue Glücksspielgesetz soll mit seinen restriktiven, aber sehr klaren Normen dafür sorgen, dass die Betreiber von Spielsalons alle Auflagen zu einem aktiven und funktionierenden Spielerschutz einhalten.Mit der geplanten Konzentration auf wenige, dafür große Einheiten kann es dann auch Realität werden, dass sich fachkundige Mitarbeiter um jene Mitmenschen kümmern können, die spielsuchtgefährdet sind.

Könnte ein illegales, in verqualmte Hinterzimmer abgedrängtes illegales Glücksspiel dasselbe leisten?

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