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Russische Selbstbedienung an Geldspielautomaten

Sind Novomatic-Spielautomaten zu knacken? Russische Spieler sollen das mittels einer simplen Tastenkombination geschafft haben. Ermittlungen von Novomatic zufolge soll auch mithilfe von Mobiltelefonen „Gewinnmaximierung“ stattgefunden haben.

Wie das Magazin profil in seiner Ausgabe vom 30. Mai 2011 berichtet, beobachteten Casinobetreiber in mehreren europäischen Ländern, dass Besucher an Spielautomaten des österreichischen Glücksspielkonzerns Novomatic systematisch hohe Gewinne einstreiften. Nach Ermittlungen von Schweizer Behörden könnten die Spieler, vornehmlich russische Staatsbürger, einen Weg gefunden haben, die Geräte mittels Knopfdruck zu manipulieren. Ein Russe wurde vorübergehend festgenommen, musste aber nach wenigen Stunden wieder frei gelassen werden, da keine Hinweise einer tatsächlichen Manipulation zu finden waren. Laut Novomatic habe es zwar einzelne Versuche gegebenen, man gehe aber davon aus, dass die Täter nicht mehr aktiv sind und darüber hinaus sei technisch auszuschließen, dass über Eingabe von Tastenkombinationen rechtswidrige Auszahlungen erspielt werden können. Kritik des Schweizer Casino-Verbandes wies der Konzern zurück und will sich in der Kommunikation in dieser Sache nur noch mit der Aufsichtsbehörde, der Eidgenössischen Spielbankenkommission austauschen.

Eine andere Masche ist der mutmaßliche Betrug an Spielautomaten durch den Einsatz von Mobiltelefonen und Hochleistungsrechnern. Auch hier ist eine Gruppe vom Russen im Visier. Nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund der von Novomatic eingeleiteten Ermittlungen haben die Falschspieler mithilfe von Mobiltelefonen Spielsequenzen an den Automaten registriert. „Ziel war es, nächstfolgende Spielsequenzen im Voraus zu erkennen“, so Novomatic Anwalt Peter Bratschi. Ein Bericht dazu wurde Mitte Mai der Eidgenössischen Spielbankenkommission übergeben. Unter den verschiedenen Casinobetreibern in der Schweiz wird ein Handyverbot für Casinos angedacht, wenn sich die Angaben erhärten. Dazu soll allerdings eine schweizweite Lösung angestrebt werden.

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