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Neue Glücksspielstudie – die zwei Seiten

Der ORF berichtete am 10.5.2011 in der ZIB über eine neue, von den österreichischen Lotterien finanzierte Studie, der zufolge die Zahl der Spielsüchtigen seit Änderung des Glücksspielgesetzes 2010 stark angestiegen wäre.

[[image1]]Laut Studie spielen 42% der Österreicher gelegentlich irgendeine Form von Glücksspiel, 34% spielen regelmäßig LOTTO, auch davon sollen 1,7% bereits süchtig sein. Von den 5% Casino Spielern werden 34% als süchtig eingeschätzt und bei den immer noch 1,8% Automatenspielern beträgt der Anteil der Süchtigen gleich 66%.

Moderator Tarek Leitner interviewte dazu Christoph Lagemann vom Institut für Suchtprävention in Linz und den Suchtforscher Prim. Univ.-Prof. Dr. Herwig Scholz.

Beide Interviewten sagen, die Automaten würden durch raffinierte Programmierung den Spielern vorgaukeln, dass ein größerer Gewinn tatsächlich in Reichweite wäre, indem sie nach dem Karottenprinzip zwischendurch immer wieder durch kleine Gewinne locken. HiTec-Automaten müssten entschärft werden. Die Forderung nach dem Verbot der „Psychoprogrammierung“ und der Reduktion der möglichen Einsätze und Verlustlimits wurde ausgesprochen.

Nicht hingewiesen wurde auf die sehr wohl im Gesetzt verankerten „Abkühlphasen“ beim Automatenspiel und klare Einschränkungen beim laufenden Spiel zugunsten des Spielerschutzes und der Suchtprävention.

Zwar wurde moniert, dass den Spielerschutzeinrichtungen zu wenig Mittel zur Verfügung stehen, wobei in der Gesetzesnovellierung sehr wohl 1 Promille aller Spielumsätze zweckgebunden für Spielsuchtprävention festgeschrieben ist und dafür vom BMF auch eine Spielsuchtbeauftragte, Frau Dr. Doris Kohl, eingesetzt ist.

Am 12. Mai veranstaltet das Institut für Suchtprävention eine Tagung zu diesem Thema. Spieler-Info hat im Vorfeld der Veranstaltung auf die gerade in Oberösterreich durch das massive illegale Glücksspielangebot ausufernde Problematik hingewiesen.

Glücksspiel-Studie zeigt Handlungsbedarf auf – ARGE Suchtvorbeugung
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