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bwin.party bleibt wild – 570 Millionen Pfund Börsewert futsch

Nichts zu lachen haben Aktionäre der fusionierten bwin.party. Zum dritten Mal in Folge gibt es schwere Kursverluste. UBS gibt eine Verkaufsempfehlung.

[[image1]]Die Wiener bwin und die britische Partygaming notieren als fusionierte bwin.party seit 1. April in London. Der Start der neuen Aktie war unauffällig, bis am 4. April die Deutschen kundtaten, wie sie Online-Wettanbieter abzocken wollen, wenn sie den Markt öffnen: Sie kassieren ein Sechstel der Wetteinsätze. Mag gut sein für die Steuereintreiber. Für Unternehmen wie bwin.party ist es das nicht. Die Hälfte der bisherigen Gewinne in Deutschland könnten draufgehen, so die Maximialschätzungen der Analysten. Ihren Niederschlag finden sie an der Börse.

Bwin.party krachte am Mittwoch um 15,92 Prozent nach unten, der schlimmste Absturz für bwin, seit 2006 der Traum vom US-Geschäft platzte. Am Donnerstag folgte ein Rückschlag um 14,66 Prozent auf 142 Pence bei einem Rekordvolumen von 30,9 Millionen gehandelter Aktien. Der Abwärtstrend hielt am Freitag an. Bis zu 7,5 Prozent wurden am Vormittag verloren. Das Tagestief: 130,8 Pence. Zu Mittag hatte sich das Papier nahe an die Nulllinie zurückgekämpft.

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Kommentar Redaktion Spieler-Info.at

Das Geschäftsmodell der Online-Glücksspiel-Anbieter – ohne gültige Konzession und ohne Glücksspielabgaben in den jeweiligen Ländern zu bezahlen – muss mit der „Legalisierung“ scheitern. „Legalisierung“ heißt Steuern bezahlen, und das möchten die Online-Anbieter aus Steueroasen wirklich nicht – und können sie auch nicht. Würde bwin in den vergangenen Jahren in jenen Staaten, in welchen sie am Markt sind, nur die „ortsüblichen“ Abgaben für Glücksspiel bezahlt haben, hätten sie noch größere Jahresverluste bzw. gäbe es bwin schon lange nicht mehr.

Deshalb meint Spieler-Info seit langem dass das Geschrei nach Legalisierung in Wahrheit eine Ablenkung von der Steuerfrage ist. In Wahrheit fürchten diese Anbieter die Legalisierung wie der Teufel das Weihwasser.

 



 

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